Der BA will jetzt die Zufahrtsmöglichkeiten für Autos zur Grünanlage beschränken

Kommt jetzt ein Poller-Schutz für den Westpark?

+
Weil Griller im Westpark oftmals mit dem Auto direkt auf die Grünflächen fahren, will der BA jetzt Wege mit Pollern versehen lassen.

Sendling-Westpark – Schluss mit der ewigen Grillerei! Nach häufigen Beschwerden der Anwohner, ergreift jetzt der Bezirksausschuss die Initiative

Spielplätze, Grillstellen, Gartenanlagen und Biergärten für Spaß und Entspannung: Der Westpark ist beliebt – nicht nur bei den Bewohnern des nach ihm benannten Viertels. Doch diese Beliebtheit bringt immer wieder Probleme mit sich: Beispielsweise unbefugte Fahrzeuge im Park, die Grünflächen beschädigen. Deshalb will der Bezirksausschuss (BA) auf Initiative von Alfred Schmidt und der SPD-Fraktion mit einer neuen Strategie dem Konflikt entgegenwirken: Die Zufahrtsmöglichkeiten zum Westpark sollen für Autos beschränkt werden. Denn: Vor allem die übermäßige Nutzung durch Griller beziehungsweise die Tatsache, dass „teilweise der halbe Hausrat per Auto direkt auf die Wiese gefahren wird“, sorgt immer wieder für Streit und Missmut.

„Der BA erhält gehäuft Beschwerden, dass die Nutzung des Westparks durch Griller überhand nimmt“, sagt Schmidt. „Insbesondere wird beklagt, dass umfangreiche Grilleinrichtungen, Biergartengarnituren, Pavillons und ganze Hammel mit dem Auto in den Westpark gefahren werden.“

Auf Initiative von Alfred Schmidt will der Bezirksausschuss dem Konflikt entgegenwirken.

In einem jüngst vom Gremium verabschiedeten Antrag fordern die Viertelpolitiker nun, dass das Gartenbaureferat zunächst prüfen soll, welche derzeitigen Zufahrtsmöglichkeiten für Versorgung, Pflege und Sicherheit unbedingt notwendig sind. Hier seien insbesondere auch die Zufahrtsmöglichkeiten zu berücksichtigen, die zwar nicht explizit für Autos ausgewiesen seien, aber in der Realität trotzdem für diese nutzbar sind.

Anschließend sollen alle nicht notwendigen Zufahrten mit festen Pollern versehen werden oder durch Einengungen für Autos unzugänglich gemacht werden. Außerdem: Auch die notwendigen Zufahrtsmöglichkeiten sollen mit Pollern versehen werden – allerdings mit versenkbaren, sodass berechtigte Fahrzeuge die Wege trotzdem passieren können.

Was Schmidt hierbei betont: „Unserer Fraktion geht es nicht darum das Grillen zu unterbinden – wir befürworten es ausdrücklich, dass es diese Möglichkeit im Westpark gibt, denn nicht jeder hat Zuhause die Option. Allerdings gehört es sich einfach nicht, mit dem Auto direkt in den Park zu fahren.“ Ein Problem, mit dem der BA auch immer wieder bezüglich Veranstaltungen im Westpark zu hadern hat.

Monika Großkopf vom Baureferat erklärt, dass der Westpark insgesamt 20 Zugänge habe, wovon sechs befahrbar seien: „Diese werden von Mitarbeitern des Baureferats und den beauftragten Fachfirmen genutzt, um notwendige Parkpflegearbeiten durchzuführen. Gemäß Grünanlagensatzung ist die Zufahrt für Privatpersonen in den Westpark nicht gestattet.“ Sollte beispielsweise im Rahmen einer Veranstaltungen die Zufahrt nötig sein, müsse das als Sondernutzung beim Kreisverwaltungsreferat beantragt und genehmigt werden. Zu den Erfolgsaussichten der Forderungen des BA könne Großkopf keine Aussage treffen, der Antrag müsse zunächst geprüft werden.

dbo

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Nach dem Hitzesommer: München trocknet aus
Nach dem Hitzesommer: München trocknet aus
HOLIDAY ON ICE entdeckt ATLANTIS
HOLIDAY ON ICE entdeckt ATLANTIS
Schallschutz „light“
Schallschutz „light“
Hilfe für die Bewohner - zu teuer für die GWG!
Hilfe für die Bewohner - zu teuer für die GWG!

Kommentare