Stadt schlägt Provisorium für die Straßenbahn am Bahnhofplatz vor

Kommt das dritte Tramgleis am Hauptbahnhof?

Die Gleise an der Haltestelle Hauptbahnhof Nord müssen spätestens 2020 erneuert werden. Im Zuge dessen könnte am Bahnhofplatz ein drittes Tram-Gleis entstehen.
+
Die Gleise an der Haltestelle Hauptbahnhof Nord müssen spätestens 2020 erneuert werden. Im Zuge dessen könnte am Bahnhofplatz ein drittes Tram-Gleis entstehen.

Weil die Gleisanlagen an der Haltestelle Hauptbahnhof Nord 2020 runderneuert werden müssen, schlägt die Stadtplanung ein drittes Tramgleis vor.

Es ist eng am Bahnhofvorplatz: Sechs Trambahnlinien halten dort auf zwei Gleisen. In Richtung Norden fährt in etwa alle 1,5 Minuten eine Straßenbahn an, in Richtung Süden alle drei Minuten. Die Referate für Arbeit und Wirtschaft, Stadtplanung und Bauordnung und das Kreisverwaltungsreferat schlagen deshalb vor, ein drittes provisorisches Tram-Gleis zu planen.

Zwar wird der Bahnhofplatz im Rahmen der Umgestaltung des Hauptbahnhofs sowie des Baus der zweiten Stammstrecke sowieso neu geplant. Die Umbauphase wird aber erst 2027 abgeschlossen sein. Spätestens im Jahr 2020 müssen jedoch die Gleisanlagen an der Haltestelle Hauptbahnhof Nord erneuert werden. Ansonsten wären sie nicht mehr verkehrssicher. Die Stadt regt jetzt an, im Zuge dessen das dritte Gleis am Bahnhofplatz zu errichten.

Das Ziel: Tramlinien entflechten, um den Minutentakt zu erhören.

Es soll in der Übergangsphase bis zum Jahr 2027 genutzt werden. Eine Vorfestlegung auf die Neugestaltung des Hauptbahnhofs und der Verkehrsführung sei das Projekt jedoch nicht sein, wird mehrmals betont.

Demnach könnte das Gleis in der östlichen Fahrbahn liegen und von den Linien 20, 21 und 22 ausschließlich in Richtung Dachauer Straße angefahren werden. Eine provisorische barrierefreie Haltestelle mit zwei Wartehallen ist im Bereich des ehemaligen Telegrafenamts vorgesehen. Diese wäre 48 Meter lang und damit auch für große Straßenbahnen geeignet. Ziel ist, die Tram-Linien zu entflechten, um längere und gegebenenfalls auch mehr Fahrzeuge einsetzen zu können. Das Problem, dass bei den beiden bestehenden Haltestellen Züge aufeinander treffen, die in der Summe zu lang sind, soll so gelöst werden. Außerdem müssten mit einem dritten Gleis nur drei Linien pro Haltestelle abgewickelt werden und auch die Anzahl der ein- und aussteigenden Fahrgäste würde sich besser verteilen.

Zusätzlich schlagen die Referate vor, an der Gleiskreuzung Hauptbahnhof Nord eine weitere Fahrtmöglichkeit von der Arnulf- in die Prielmayerstraße zu schaffen. Die Kosten für das Projekt stehen noch nicht fest, sie würden von den Stadtwerken übernommen.

Der Bezirksausschuss Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt hat dem Vorschlag bereits mehrheitlich zugestimmt. Demnächst beschäftigt sich der Stadtrat mit dem Thema.
cla

Auch interessant:

Meistgelesen

Kommentare