Am Bavariaring 5 ist das Wirtshaus geplant

Aus dem Klohaus wird ein Wirtshaus

+
In dem gelben Häuschen erleichtern sich zwei Wochen im Jahr die Wiesn-Besucher. Ideen für eine weitere Nutzung gab es des Öfteren, nun soll endlich eine Umsetzung erfolgen.

Ludwigsvorstadt - Die Fassade des Gebäudes am Bavariaring 5 wird bereits saniert – dort soll eine Gaststätte entstehen

Zwei Wochen im Jahr herrscht am Bavariaring 5 Hochkonjunktur: Die meist weiblichen Münchner und Touristen stehen Schlange und warten auf Erleichterung – vor oder nach dem Besuch der Wiesn. Die restlichen 50 Wochen im Jahr bleibt das gelbe Häuschen geschlossen und unbeachtet. Das wird sich in Zukunft vermutlich ändern, denn in dem ehemaligen Brausebad (siehe unten) soll eine Gaststätte mit Freischankfläche entstehen. Die Edith-Haberland-Wagner-Stiftung, der Augustiner zu über 50 Prozent gehört, ist gerade dabei, das Klohäuschen zu sanieren: Bauzäune, Gitter und Planen umgeben seit Herbst das Gebäude. Thorsten Vogel, Sprecher des Planungsreferats, erklärt, dass die Genehmigung zur Sanierung schon seit 2013 vorliege, man habe vier Jahre Zeit gehabt, mit der Umsetzung zu beginnen. Geplant sei eine Gaststätte mit Freischankfläche. Diese ist baurechtlich auch bereits genehmigt. Laut tz-Informationen möchte die Edith-Haberland-Wagner-Stiftung aber noch keine Details bekannt geben. Auch der Wirt bittet noch um Diskretion. Bereits vor fünf Jahren hätte eine Wirtschaft mit Biergarten einziehen sollen, auch ein Burger-Laden war schon einmal im Gespräch. Dem Bezirksauschuss (BA) Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt liegen zu den aktuellen Plaungen noch keine Information vor. Der BA hatte den ursprünglichen Wunsch, dass in dem Häuschen eine kulturelle Einrichtung oder etwas für Kinder untergebracht wird. Gegen eine Gaststätte hätte BA-Chef Alexander Miklosy (Foto, Rosa Liste) aber auch nichts einzuwenden: „Wenn das mit Augenmaß betrieben wird – und das ist bei Augustiner ja in bewährter Manier der Fall – wird es am BA nicht scheitern.“ Solange es kein Party-Hotspot werde und man Rücksicht auf die Anwohner nehme, würde er sich freuen, wenn das Klohäuschen in Zukunft wieder genutzt werde. „Denn das denkmalgeschützte Gebäude soll ja erhalten bleiben und nicht verfallen. Es wäre allerdings schon gut, wenn die Toiletten auch weiterhin öffentlich nutzbar wären.“dbo

Die Geschichte des Klohäusls

1894 lies Prinzregent Luitpold von Bayern für 37 381,94 Goldmark das Gebäude errichten. Zunächst diente das Häuschen im Stil eines antiken Rundtempels als Brausebad für die Anwohner der Theresienhöhe, die in ihren Mietshäusern keine eigenen Bäder hatten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Tröpferlbad dann als öffentliche Toilette und als Trambahnschaffnerhäuschen genutzt – damals gab es dort noch die Tram-Wiesn-Linie.

Auch interessant:

Meistgelesen

Gewinnspiel: DIE LANGE SAUNA-NACHT DER ENTSPANNUNG
Gewinnspiel: DIE LANGE SAUNA-NACHT DER ENTSPANNUNG
Hier ist ein Kran ins Gebäude gekracht
Hier ist ein Kran ins Gebäude gekracht

Kommentare