Biathlon-WM in Hochfilzen

Johannes Lukas aus Großhadern der jüngste Trainer bei Biathlon-WM in Hochfilzen

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Alles im Blick hat Biathlon-Trainer Johannes Lukas bei der Weltmeisterschaft in Hochfilzen.

Ganz Schweden hofft, dass er seinen Job gut macht: Johannes Lukas betreut die schwedischen Biathleten bei der WM in Hochfilzen.

Es ist noch nicht langer her, da war Schweden für Johannes Lukas aus Großhadern ein komplett fremdes Land. Er war nie dort, er wusste nur wenig darüber. Jetzt hofft ganz Schweden, dass Lukas seinen Job gut macht. Denn er trainiert die schwedische Biathlon-Nationalmannschaft und ist zur Zeit mit dem Team bei der Biathlon-Weltmeisterschaft in Hochfilzen in Österreich. „Ich bin für den Streckenbereich zuständig“, erklärt er. Als Assistenztrainer ist es seine Aufgabe, die Athleten fit fürs Laufen zu machen: Er sorgt dafür, dass beim Wettbewerb Kraft, Technik und Koordination der Sportler passen und dass auch das Material in optimalen Zustand ist.

Eine große Verantwortung, zumal Lukas erst 23 Jahre alt ist. „Damit bin ich mit Abstand der jüngste Trainer bei der Weltmeisterschaft“, erzählt er. Hätte ihm das vor einigen Jahren jemand gesagt, er hätte es nicht geglaubt. Johannes Lukas hat Sportwissenschaften studiert, er trainiert außerdem Jugendmannschaften des TSV 1860 und arbeitet als Personaltrainer. Zur schwedischen Biathlon-Nationalmannschaft ist er gekommen, weil er früher selbst Biathlet war. Er feierte Erfolge bei Meisterschaften, galt als Nachwuchstalent. „Aber ich hatte am Ende zu viele Verletzungsprobleme“, sagt er. Aus seiner aktiven Zeit kannte er noch den Cheftrainer der schwedischen Nationalmannschaft –und der holte ihn nach seinem Studiumabschluss mit ins Team.

Jetzt bereitet der Großhaderner die Mannschaft auf die Weltcups vor und begleitet sie zu den Wettbewerben. Die Weltmeisterschaft in Hochfilzen ist seine zweite. „Das ist etwas ganz Besonderes“, erzählt er. „Die Stimmung ist einmalig, da will man natürlich alles perfekt machen.“ Ein bisschen Aufregung ist deshalb auch bei ihm immer dabei, wenn der Startschuss ertönt. „Das Mitfiebern gehört dazu“, sagt er. „Vor allem, weil ich selber ganz genau weiß, wie man sich zum Beispiel am Schießstand fühlt.“

Bis jetzt ist Johannes Lukas recht zufrieden mit den Leistungen seiner Mannschaft, vor allem der sechste Platz in der Mixed-Staffel freut ihn. „Wir haben noch keine Medaillenerwartungen, weil wir ein junges Team neu aufbauen“, erklärt er. Nächstes Jahr möchten die Biathleten bei den olympischen Spielen angreifen, großes Ziel der Schweden ist danach die Heim-WM im Jahr 2019 in Östersund. Auch Johannes Lukas Trainingsvertrag geht bis zu dieser Saison. „Bis dahin will ich auch noch ein bisschen besser schwedisch lernen“, sagt er und lacht. Denn nachdem er jetzt das Land besser kennengelernt hat, weiß er: „Die Schweden sind ein richtig offenes und nettes Volk, alles ist bei ihnen sehr locker.“

Auch zwischen den verschiedenen Nationen ist die Stimmung bei der Weltmeisterschaft trotz aller Konkurrenz sehr entspannt. „Im Biathlon hat man gute Kontakte untereinander“, erzählt Johannes Lukas. Er hat zum Beispiel aus seiner aktiven Zeit auch noch viele Bekannte aus dem deutschen Team. „Denen drücke ich natürlich auch die Daumen, wenn sie nicht gerade die direkten Konkurrenten von uns sind“, sagt Lukas. Er hofft noch auf sein Traumergebnis: „Dass die schwedische und die deutsche Mannschaft miteinander auf dem Podest stehen.“ C. Schuri

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