BA Sendling-Westpark

24 Jahre im Einsatz für die Bürger

+
Blumen zum Ehrentag: Schon seit 48 Jahren ist Ingrid Mitkin Mitglied in der SPD. Zum 60-jährigen Geburtstag gratulierten Dorle Baumann (l.) und Renate Schmid im Jahr 1998.

Ingrid Mitkin tritt vom BA Sendling-Westpark zurück – ihr Nachfolger ist kein Unbekannter.

Nach 24 Jahren velässt Ingrid Mitkin den BA Sendling-Westpark.

Es fehlen noch 17 Tage, dann wäre das Vierteljahrhundert voll. So lange engagiert sich Ingrid Mitkin schon im Bezirksausschuss Sendling-Westpark. Doch das 25-jähriges Jubiläum wird sie knapp verpassen: Mitkin hat in der vergangenen Sitzung ihr Ehrenamt abgegeben. 

Eine Entscheidung, die der 78-Jährigen nicht leicht gefallen ist. „Ich habe lange damit gehadert“, sagt sie. „Aber ich habe gemerkt, dass es mir einfach zu viel wird.“ Zuletzt war sie Mitglied im Bau- und Umweltausschuss sowie im Verkehrsausschuss. Sie ist sicher, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für den Rücktritt ist: „Die Arbeit wird immer komplizierter und zeitaufwändiger und ich werde immer älter“, erklärt sie. Spaß hat es ihr aber bis zum Schluss gemacht, den Stadtteil mitzugestalten. „Man bekommt einen anderen Blick auf das Viertel, es waren immer spannende Themen dabei.“

Vieles hat sich seit Beginn ihrer Amtszeit geändert. Anfangs gab es beispielsweise noch nicht mal eine Geschäftsstelle und die BA-Mitglieder mussten noch selbst Protokoll führen. Auch viele Projekte hat sie kommen und gehen sehen. Mitkin hat zum Beispiel den kompletten Bau des Luise-Kiesselbach-Tunnels begleitet. „Aber ich war ja nur ein kleines Rädchen“, sagt sie bescheiden. Die Einweihung war trotzdem ein Gänsehautmoment: „Ein Höhepunkt in meiner Amtszeit“, erinnert sie sich. Eingesetzt hat sich Mitkin zuletzt außerdem für die Oberflächengestaltung des Luise-Kiesselbach-Platzes. „Da haben wir sehr gekämpft, dass er begrünt wird“, sagt sie. Mit Erfolg: In ihrer letzten Sitzung hat das Baureferat die genauen Pläne vorgestellt.

Jetzt übernimmt Arnold Egerer (73) ihr Amt. Mit der Arbeit im Bezirksausschuss kennt er sich schon aus: Egerer war bis zur letzten Wahl bereits 18 Jahre Mitglied im Gremium. Er hat eine Radlwerkstatt für Asylbewerber aufgebaut, ist Wanderführer bei den Naturfreunden und begeisterter Radfahrer. Für die Bedürfnisse des Radverkehrs möchte er sich deshalb besonders einsetzen, genauso wie für den Umweltschutz. „Mir ist wichtig, dass die Natur erhalten bleibt und die Belange der Bürger beachtet werden“, sagt er.

Seine Vorgängerin Ingrid Mitkin wünschte ihm dafür bei ihrer Verabschiedung in der letzten Bezirksausschuss-Sitzung „ein glückliches Händchen“. Für Mitkin selbst gibt es im Februar zum Abschied noch eine besondere Ehre: Als Dank für ihr langjähriges Engagement bekommt sie die Medaille „München leuchtet“ in Silber überreicht.
cla

Auch interessant:

Meistgelesen

Blick hinter den Bauzaun: So wird am Hauptbahnhof gewerkelt
Blick hinter den Bauzaun: So wird am Hauptbahnhof gewerkelt
Hauptbahnhof München: Jetzt wird nach Fliegerbomben gesucht
Hauptbahnhof München: Jetzt wird nach Fliegerbomben gesucht
Tram 16, 17, N17 – Einschränkungen und Umleitung wegen Bauarbeiten 
Tram 16, 17, N17 – Einschränkungen und Umleitung wegen Bauarbeiten 
Kann die „Initiativgruppe Gartenstadt Laim“ jetzt aufatmen?
Kann die „Initiativgruppe Gartenstadt Laim“ jetzt aufatmen?

Kommentare