Häufige Fragen und alle Fakten zu den Arbeiten im Viertel für die zweite Stammstrecke

Der Baustellen-Fahrplan

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Verkehrschaos & massive Belästigungen fürchten die Anwohner, wenn mit dem Bau der zweiten S-Bahn-Stammstrecke am Laimer Bahnhof und am Hauptbahnhof begonnen wird. Um über das Projekt zu informieren, tourt die Deutsche Bahn jetzt mit einem Bauwagen durch die Viertel. Hallo war dabei – die häufigsten Fragen der Bürger und die Antworten der Bahn lesen Sie hier.

Die Bahningenieure Uwe Leidig (l.) und Anke Hering im Gespräch mit Bürgern.

Die Anwohner entlang der geplanten zweiten S-Bahn-Stammstrecke haben Angst, was während der siebenjährigen Bauzeit auf sie zukommt. Die Bahn hat jetzt eine Infotour gestartet und macht bis Ende Februar an sieben Stationen Halt. Lesen Sie hier die häufigsten Fragen der Bürger im Viertel und die Antworten der Bahn: 

Was passiert am S-Bahnhof Laim?

Der Bahnhof wird umgebaut. Er erhält vier Bahnhofsgleise an zwei Mittelbahnsteigen, um einen bequemen Wechsel zwischen den Linien der ersten und der zweiten Stammstrecke zu ermöglichen. Parallel dazu errichtet die Bahn die Umweltverbundröhre (UVR) als neue Nord-Süd-Verbindung für den öffentlichen Personennahverkehr – Stichwort Tram-Westtangente – Fußgänger und Radfahrer. Die UVR wird neben der bestehenden Röhre stadteinwärts gebaut und mit den neuen Bahnsteigen des Bahnhofs verbunden. Die eigentliche Tunnelbaustelle liegt westlich der Donnersbergerbrücke, wo die neue S-Bahn-Röhre in den Untergrund abtaucht.

Muss die Laimer Unterführung gesperrt werden?

In die bestehende Röhre wird so gut wie nicht eingegriffen. Sperrungen sind nur in Ausnahmefällen zu erwarten. Wann und in welchem Umfang das sein wird steht noch nicht fest.

Wann wird gebaut?

Die Hauptbauarbeiten am Bahnhof Laim sollen im Herbst 2018 starten und werden rund sieben Jahre dauern. Vorab wird es Herbst 2017 bauvorbereitende Maßnahmen geben. So finden Rodungsarbeiten im Bereich der Bahnanlagen östlich der Bahnsteige des Bahnhofs Laims statt. Zudem werden Kabeltiefbauarbeiten im Gleisbereich vorgenommen.

Wie wird die Baustelle organisiert?

Um die Baustelle bedienen zu können, ist der Bau von zwei Baustraßenunterführungen östlich und westlich des Bahnhofs unterhalb des Rangierbahnhofs Laim nötig. Diese Unterführungen verbindet eine Baustraße, die unmittelbar an den Gleisen entlang östlich in Richtung einer Baustelleneinrichtungsfläche an der Donnersberger Brücke und westlich zu einer Baustelleneinrichtungsfläche am Funkturm führt.

Wie viele Lastwagen werden täglich durchs Viertel rollen?

Das lässt sich im Moment noch nicht genau sagen. Die Planungen sehen vor, dass über 50 Prozent der Aushub- und Baumaterialien über die Schiene transportiert werden.

Was passiert am Hauptbahnhof?

Beim Hauptbahnhof sind bereits seit Anfang Oktober Vorarbeiten für den Bau der zweiten Stammstrecke im Gange. Derzeit werden Leitungen verlegt. Für den Neubau des Empfangsgebäudes möchte die Bahn dieses Jahr außerdem die Genehmigung beim Eisenbahnbundesamt beantragen, für den Neubau des Starnberger Flügelhofs soll 2017 das Bebauungsplanverfahren starten. Auch die Vorplätze sollen umgestaltet werden.

Wie sieht der neue Hauptbahnhof aus?

Das Empfangsgebäude soll aus sieben oberirdischen und zwei unterirdischen Geschossen bestehen. Beim Starnberger Flügelbahnhof soll laut den bisherigen Planungen das alte Bahnhofsgebäude durch ein neues Gebäude ersetzt und um ein 19-geschossiges Hochhaus mit 75 Metern Höhe ergänzt werden.

Wo können sich die Bürger informieren und beschweren?

Die Bauwagen-Tour ist der erste Schritt. Hier sammeln die Mitarbeiter Anregungen und Bedenken der Anwohner, um darauf bei der Planung möglichst gut eingehen zu können. Vor Baubeginn ist eine weitere Infoveranstaltung geplant, und während des Baus wird es Ansprechpartner vor Ort sowie ein Beschwerdetelefon geben.
Ursula Löschau

Der nächste Station des Info-Bauwagens ist am Donnerstag, 26. Januar, von 16 bis 20 Uhr beim Hauptbahnhof an der Schützenstraße. Weitere Infos zur Stammstrecke unter www.2.stammstrecke-muenchen.de

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