Ein nicht endendes Müllproblem

Gravierender Containermangel auf der Schwanthalerhöhe

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Auf der Schwanthalerhöhe gibt es nicht genügend Container. Die Suche nach einem Standort ist schwer.

Es ist eine nicht endende Geschichte: Die Bewohner aus der Schwanthalerhöhe werden ihren Müll nicht los. Dass das Viertel mit Containerstandorten unterversorgt ist, gibt auch der Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) offen zu.

Doch: Wohin mit neuen Containern? Axel Markwardt, Werksleiter des AWM, erklärt auf eine Anfrage des Bezirksausschuss (BA), dass die Standortauswahl eigentlich Sache der Betreiberfirmen sei. Trotzdem hätte der AWM bereits nach weiteren Orten gesucht – erfolglos: „Leider konnten keine passenden Plätze gefunden werden“, fasst er das Ergebnis der Untersuchung zusammen. Der vom BA vorgeschlagene Standort in der Ridlerstraße sei wegen Verkehrsproblemen nicht geeignet und auch beim Forum Schwanthalerhöhe gebe es zu wenig Platz, um zusätzliche Unterflurcontainer aufzustellen. Abgelehnt wird vom AWM außerdem die Einrichtung einer unterirdischen Wertstoffinsel am Max-Friedlaender-Bogen, da ansonsten der für Müll- und Rettungsfahrzeuge wichtige Wendehammer reduziert werden müsse. Gleiches gelte zudem für die Phillip-Lowenfeld-Straße. Hier komme als Hindernis dazu, dass noch eine gestalterische Umplanung vorgesehen ist. Über der Bahnanlage soll eine neue Brücke gebaut werden.

Das Fazit des AWM ist ernüchternd: „Weitere geeignete Standorte sowohl für oberirdische als auch unterirdische Containerinseln sind nicht ersichtlich, so dass trotz intensiver Bemühungen aller Beteiligten keine weiteren Wertstoffsammelstellen in der Schwanthalerhöhe eingerichtet werden können.“ Eine Entscheidung, die der BA überhaupt nicht nachvollziehen kann. Die Mitglieder fühlen sich mit ihren Anregungen nicht ernst genommen. „Wieso sollen wir noch Vorschläge machen“, fragte Wilhelm Mundigl (SPD), „wenn es dann doch wieder heißt, da ist der Himmel zu blau und da passt wieder was anderes nicht nicht,...?“

Der BA möchte weiter für Container an seinen vorgeschlagenen Standorten kämpfen. Er fordert eine Besichtigung. „Man muss alle Beteiligten an den Ort bringen“, sagte stellvertretende Vorsitzende Thomas Hofstätter (CSU). „Dann sollen sie uns sagen, warum es nicht geht. Dann geht ihnen die Luft aus.“
cla

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