Geldsegen für Viertel-Projekte?

München

Die Bezirksausschüsse im Westen hoffen darauf, dass Geld aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung in die Stadtviertel fließt – für die Schulen, Straßensanierung oder die Rudi Sedlmayer-Halle. Christian Ketterle, Sprecher des Stadtkämmerers Ernst Wolowicz dämpft allerdings die Erwartungen. „Wir müssen so viel beantragen, wie möglich“, sagt Ketterle. „Aber wieviel wir kriegen, wissen wir nicht.“ Fest stehe bisher nur, dass 450 Millionen Euro nach Oberbayern fließen. Wie die verteilt werden ist noch völlig offen, die Kommunen müssen bei der Bezirksregierung Fördergelder für ihre Projekte beantragen. Der Bezirksausschuss Sendling-Westpark hat in seiner jüngsten Sitzung in Eilanträgen zwei Maßnahmen vorgeschlagen: Die Sanierung der Albert-Roßhaupter Straße und den Umbau der Rudi Sedlmayer-Halle. „Die Stadt könnte die Halle mit Geld aus dem Konjunkturpaket herrichten“, sagte CSU-Fraktionssprecher Alfred Nagel. Auch Richard Stahnsdorf (SPD) plädierte dafür, dass die Stadt das Projekt selbst in die Hand nimmt, für das rund 1,85 Millionen Euro fehlen. Im Haderner BA waren sich die Fraktionen einig, dass Geld in die Sanierung der Schulen im Viertel fließen soll. „Wir werden die Anregungen aus den Bezirksausschüssen aufnehmen“, verspricht Ketterle. Die Verwaltung arbeite bereits an einer Vorschlagsliste. Denn man muss schnell reagieren, wenn der Bundesrat das Konjunkturpaket am 20. Februar durchwinkt. Nach einem Monat müssen die Vorschläge stehen. „Wir müssen uns danach richten, welche Projekte die größten Chancen haben“, erklärt Ketterle. Und da sind die Vorgaben aus Berlin eindeutig. Vorrang haben Investitionen in Bildungseinrichtungen, darauf folgt „sonstige Infrastruktur“. Bei Straßen gibt es allerdings nur Geld für Lärmschutz, nicht für Sanierung. Und ob Sporthallen zu Bildungseinrichtungen gezählt werden können, ist auch unklar. Ob wirklich Geld aus den Bundestöpfen im Münchner Westen ankommt? Dahinter stehen noch viele Fragezeichen. Andreas Raith

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