Der Landtag hat dem Grundstückstausch zwischen Freistaat und Stadt zugestimmt

Weg frei für den Bildungscampus

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Früher war es die Gehörlosenschule – in ein paar Jahren entsteht auf dem Gelände an der Fürstenrieder Straße 155 der sogenannte „Bildungscampus Westpark“.

Sendling-Westpark – Von der verfallenen Einöde zur Hochburg des Lernens: Der Landtag hat grünes Licht für den Grundstücksaustausch gegeben – Der Bildungscampus kommt

Das Gelände an der Fürstenrieder Straße 155 gleicht mittlerweile einem „Lost Place“ – einem verlassenen Ort, der die letzten sechs Jahre dem Verfall ausgesetzt war. Noch kann man sich schwer vorstellen, dass hier schon bald wieder gepaukt werden soll. Doch jetzt hat der Haushaltsausschuss des Landtags dem Grundstückstausch zwischen Freistaat und Stadt zugestimmt – der Weg für den Bildungscampus ist frei.

Ursprünglich war geplant, auf dem Grundstück der ehemaligen Gehörlosenschule unter anderem das Erasmus-Grasser-Gymnasium und das Ludwigsgymnasium um jeweils zwei Züge zu erweitern. Außerdem sollte eine neue Realschule mit mindestens fünf Zügen gebaut werden. Zudem war angedacht, das Förderzentrum, das derzeit auf die Standorte Gilmstraße und Droste-Hülshoff-Straße verteilt ist, am Bildungscampus am Standort Gilmstraße zusammenzuführen (Hallo berichtete).

„Gymnasien haben Priorität“

Das ist mittlerweile nicht mehr aktuell, wie Ulrich Lobinger, Sprecher des Referats für Bildung und Sport, erklärt: „Welche Bedarfe es für welche Schularten gibt und welche baulichen Möglichkeiten die Flächen bieten, wird derzeit geprüft.“ Es sei vorgesehen, den Standort als Untersuchungsauftrag im 3. Schulbauprogramm, voraussichtlich im Herbst 2019 im Stadtrat zu berücksichtigen. „Zu Kosten, Baubeginn und Dauer können derzeit aufgrund des frühen Planungsstadiums keine Angaben gemacht werden“, sagt Lobinger. Beim Baureferat gäbe es unterdessen noch keine Pläne für das Grundstück, wie Sprecherin Monika Großkopf erklärt.

Viertel-Chef Günter Keller (SPD) ist erleichtert über die Entscheidung des Landtags.

Viertel-Chef Günter Keller (SPD) ist froh, dass es mit dem Grundstücktausch nun endlich geklappt hat. Über die Aussage der RBS, dass der Planungsstand von 2017 mittlerweile veraltet sei, ist Keller allerdings nicht besorgt: „Es ist ganz klar, dass die Erweiterung der Gymnasien weiterhin Priorität hat. Auch sonst denke ich, dass sich nicht großartig etwas geändert hat oder ändern wird – wir haben schließlich alle dafür gekämpft.“ Seiner Meinung nach gehe es jetzt um die Feinjustierung. „Wir werden uns nun dahinterklemmen und immer wieder bohren, damit es mit der Planung schnell geht“, versichert Keller.

Das sagen die betroffenen Schulleiter:

Alexander Schröder, Leiter des Erasmus-Grasser-Gymnasiums freut sich, dass der Grundstückstausch beschlossene Sache ist und weist auf die Dringlichkeit einer Erweiterung hin: „Wir haben bereits heuer einen Zuwachs von 40 Schülern im Vergleich zum Vorjahr. Bis zum Schuljahr 2024/25 rechnen wir mit etwa 500 zusätzlichen Schülern.“

Die Schulleiterin der Ludwigsgymnasiums, Lore Heinrich-Exner, plant außerdem einen neuen musischen Zweig: „Nachdem jetzt der Grundstückstausch genehmigt ist, hoffe ich auf eine baldige Genehmigung des neuen Zweiges. Für die zukünftigen Schüler wäre es eine Bereicherung des Angebots, da es im Münchener Westen einen musischen Zweig an keinem Gymnasium gibt.“

Daniela Borsutzky

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