Westend

BA fordert Mülleimer und Toilette am Gollierplatz

Die grüne Idylle täuscht: Am Gollierplatz werden häufig Drogen konsumiert.
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Die grüne Idylle täuscht: Am Gollierplatz werden häufig Drogen konsumiert.

Westend: Drogenkonsum und Dreck: Bürger beschweren sich über den Gollierplatz im Westend

Der Gollierplatz soll schöner werden – da sind sich viele Bürger im Westend einig.

Sie bemängeln die Verschmutzung, eine fehlende öffentliche Toilette und den Drogenkonsum in aller Öffentlichkeit. Letzteres war bereits in früheren Sitzungen des Bezirksausschusses Schwanthalerhöhe ein Thema. Damals hatte ein Vertreter der Polizeiinspektion gebeten, solche Beobachtungen von Bürgern unmittelbar der Polizei zu melden. Im Jahr 2016 wurden im Zuständigkeitsbereich der Inspektion 201 Anzeigen wegen Drogenkonsums erstattet. Aktuell berichtete BA-Mitglied Holger Henkel (SPD), dass kürzlich am Rande eines Kindergeburtstages im Gebüsch Drogenbesteck gefunden wurde. Er habe nicht die Polizei gerufen und das Besteck entsorgt. Die BA-Vorsitzende Sybille Stöhr (Die Grünen) betonte daraufhin, wie wichtig es sei, die Polizei sofort zu alarmieren, damit die Beweise gesichert werden können.

Die Kinder stören sich vor allem daran, dass so viel Müll auf und neben ihrem Spielplatz liegt. Beim Treffen des Kinder- und Jugendrats (Hallo berichtete) beschwerten sie sich vor allem über die Massen an Kronkorken. Thomas Hofstätter (CSU) erklärte: „Mir ist das auch schon mehrfach aufgefallen. Allerdings gibt es genau dort keinen Abfalleimer.“ Das Gremium will jetzt einen Mülleimer bei den Sitzbänken aufstellen lassen.

Was den Bürgern außerdem fehlt, ist eine öffentliche Toilette am Platz. Schon mehrfach hatten sie Anträge gestellt, jetzt erteilte die Stadt dem BA eine Absage. Der Gollierplatz bekomme keine Toilette, da er die notwendigen Kriterien nicht erfülle. Dabei seien die Größe des Parks und die Menge an Menschen, die ihn täglich nutzen, entscheidend. Die Ablehnung stieß auf großes Unverständnis im BA. Die BA-Vorsitzende Sybille Stöhr erklärte: „Wir haben im Viertel nur drei Grünflächen für rund 30 000 Menschen.“ Für die Menschen sei der Weg dementsprechend länger nach Hause – ein Problem, wie Thomas Hofstätter erklärt: „Kindern fällt bekanntlich von jetzt auf gleich ein, dass sie auf die Toilette müssen. Da ist es auf dem Weg nach Hause oft schon zu spät.“ Andere BA-Mitglieder wiesen auch auf ältere Bürger hin, für die es ebenfalls unzumutbar sei, nach Hause zu eilen.

Die BA-Mitglieder wollen jetzt Vertreter des Baureferats einladen, um sie von der Notwendigkeit zu überzeugen. sab

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