Fast 200 Bäume müssen weg

Borkenkäfer-Alarm auf dem Waldfriedhof: Jetzt kommt die Kettensäge

Grosshadern Der Borkenkäfer hat auf dem Waldfriedhof zugeschlagen – deshalb müssen dort in den kommenden Wochen mehrere Bäume gefällt werden. Die Arbeiten werden laut Baureferat bis Januar dauern. Betroffen sind 74 Fichten, die von Borkenkäfern befallen sind. Um ein Übergreifen des Schädlings auf Nachbarbäume zu verhindern, werden einzelne Bäume und Befallsnester aus dem Bestand entfernt. Zudem fällen verschiedene Baufirmen weitere 99 Nadel- und Laubbäume. Betroffen sind 73 Birken, acht Eichen, sieben Eschen und sechs Ahorne. „Diese Gehölze sind entweder bereits abgestorben oder haben so starke Schäden, dass die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet werden kann“, so Alfons Ebersberger, als Gärtnermeister zuständig für den Grünbereich des Friedhofs. Das Erscheinungsbild des Waldfriedhofs soll durch die Entfernung der Schadensbäume aber nicht wesentlich beeinträchtigt werden. „Jüngere Bäume schließen die entstehenden Lücken“, so Ebersberger. Für die gefällten Ahorne werden im Frühjahr sechs Ahorne nachgepflanzt. Das Baureferat verfolgt mittelfristig das Ziel, den Gehölzbestand des Waldfriedhofs in Richtung eines standortgerechten, arten- und strukturreichen Laubmischwalds zu entwickeln. „Der Borkenkäferbefall und seine Auswirkungen unterstreichen die Notwendigkeit dieses Pflegekonzepts, da so die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Schädlinge erhöht werden kann“, so Ebersberger. Vom Fichtenwald soll sich der Friedhof zum vitalen und resistenten Laubmischwald wandeln. Auf dem 170 Hektar großen Friedhofsgelände werden in jedem Jahr Bäume gefällt, 70 Prozent der Schäden macht der Borkenkäfer aus. „Der ist unser ständiger Gast“, sagt Ebersberger. Bis zum Frühjahr sollen die Arbeiten beendet sein, damit der Borkenkäfer nicht von den befallenen Bäumen auf weitere übergreift. res

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