Der Erlebnis-Bahnhof

Zentrale Bus-Station an der Hackerbrücke eröffnet im August – Geschäfte, Gastronomie und Clubs locken Nachtschwärmer

Ludwigsvorstadt An der Hackerbrücke pulsiert ab August rund um die Uhr das pralle Großstadt-Leben. Mitten im Hochsommer soll dort der neue Zentrale Busbahnhof (ZOB) eröffnet werden. Die Besucher erwartet nicht nur ein modernes Reisezentrum mit 29 Busbuchten und Linienfahrten nach ganz Europa, sondern auch ein breites Gastronomie- und Shopping-Angebot. Im 6150 Quadratmeter großen Erdgeschoss befindet sich der gesamte Reisebereich. Hier erhalten die Reisenden auch Tickets für Pauschalangebote. Eine so genannte „Kiss-&-Ride-Spur“ mit 73 Stellplätzen ermöglicht das Abholen und Bringen der liebsten Angehörigen in unmittelbarer Nähe zum Bus-Startplatz. Eine große Shopping-Meile steht sowohl Reisenden als auch Anwohnern und Mitarbeitern in den Büros zur Verfügung. Sie befindet sich im ersten Stock des Gebäudes und beheimatet einen Lidl-Markt, eine dm-Drogerie sowie eine Apotheke. Die Geschäfte, zu denen außerdem Banken, ein Friseur, ein Nagelstudio, zwei Telefonläden, ein Blumenladen, ein Optiker, ein Uhrengeschäft und ein Schlüsseldienst gehören, sollen voraussichtlich auch außerhalb der gesetzlichen Ladenzeiten öffnen können. Für Nachtschwärmer steht im Untergeschoss eine Party-Area bereit. Die Betreiberfirma der „Nachtgalerie“ lädt dort zum Tanzen in einen neuen Club ein. Eine Rundbar direkt neben der Discothek verspricht Amüsement bei Tag und Nacht. Restaurants und Imbiss-Ketten bieten ein umfangreiches kulinarisches Angebot. Sie werden insbesondere auch für die Mitarbeiter des 8200 Quadratmeter großen Bürozentrums in den oberen drei Etagen des ZOB in der Mittagszeit eine beliebte Anlaufstelle sein. Christina Jackson »Alles in einem Haus – das ist eine Herausforderung« Der Münchner Architekt Martin Klemp (Foto) hat im Architekturbüro „Auer+Weber“ maßgeblich an der Gestaltung des Busbahnhofs mitgewirkt. Mit Hallo München sprach er über die Hürden während der Umsetzung des Millionen-Projekts. Herr Klemp, worin liegt die Besonderheit des ZOB-Gebäudes? Die große Herausforderung des Komplexes liegt in der vielfältigen Nutzung des Gebäudes. Wir mussten das alles – Gastronomie, Büroflächen, Reisezentrum – zu einem Gebäude zusammenfassen. Das ist städtebaulich eine Besonderheit. Was macht das Gebäude für die Besucher zu einem besonderen Ort in der Stadt? Für Busreisende ist der Bahnhof ideal, weil er im Gegensatz zur Station in Fröttmaning mitten in der Stadt liegt. Das Oktoberfest findet in Laufnähe statt. Welche Akzente haben Sie bei der Konstruktion des Gebäudes gesetzt? Im Osten neigt sich die Gebäudereihe. An dieser Stelle ist das Haus 15 Meter hoch, an der Hackerbrücke sind es 25 Meter. Mit dieser Form erhält das Haus seine charakteristische Dynamik. Welche Hürden mussten Sie in der Projektzeit überwinden? Das war ein langer Weg: Wir haben im Jahr 2002 den Wettbewerb um das Projekt gewonnen – danach gab es aber etliche Bauherren-Wechsel. Jetzt ist es die Hochtief-Projektentwicklung. Das Interview führte Christina Jackson

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