Eltern der Grundschule am Hedernfeld kritisieren gefährliche Kreuzung

Hier müssen Zwergerl höllisch gut aufpassen

Veronika, Paul, Marc und Anna müssen auf dem Schulweg die Kreuzung Haderunstraße/Gräfelfinger Straße in Hadern überqueren. Doch nicht immer ist es für die Kinder leicht, alle Autos zu sehen.

Wenn Marc (6), Paul (6), Anna (7) und Veronika (8) aus Hadern jeden Tag zur Schule gehen, dann müssen sie an einer Kreuzung besonders gut aufpassen: An der Abzweigung Haderunstraße/Gräfelfinger Straße ist es für sie schwer, fahrende Autos rechtzeitig zu erkennen und die Straße sicher zu überqueren. Das soll sich ändern.

Parkende Autos, eine unübersichtliche Kurve und eine schlechte Beleuchtung: Der Schulweg ist für Veronika (8), Paul (6), Marc (6) und Anna (7) nicht immer leicht. „Es ist ganz schwer, über die Straße zu kommen“, erzählt Anna. „Wir sehen die Autos immer erst ganz spät.“

Die Schüler, die in die Grundschule am Hedernfeld gehen, müssen die Kreuzung an der Haderunstraße/Gräfelfinger Straße überqueren. Jetzt kämpfen ihre Eltern dafür, dass der Übergang sicherer wird.

„Man kann von Glück reden, dass bisher noch nichts schlimmes passiert ist“, sagt Chiara Sergiacomi, Erstklassmutter und zweite Elternbeiratsvorsitzende. „Es ist ja nicht nur für Kinder wichtig, dass sich etwas ändert, sondern für alle Anwohner in der Gegend. Immerhin ist es der Durchgang zur U-Bahn und die Mitglieder vom Sportverein laufen regelmäßig dort entlang. “

Sergiacomi hat sich bereits an den Bezirksausschuss und die Stadt gewandt. Sie hätte viele Ideen, wie die Situation verbessert werden könnte: Ein Zebrastreifen oder eine kleine Verkehrsinsel würden helfen, findet sie, genauso wie ein Parkverbot an der Kreuzung. „Auch fahrende Autos haben wenig Sicht auf die Kreuzung“, erklärt sie. „Vielleicht würden auch Verkehrsschilder die Gefahrenzone besser sichtbar machen.“ Sie schlägt zum Beispiel vor, ein Stopp-Schild anzubringen.

Den Rat, dass die Kinder einen rund 500 Meter langen Umweg gehen sollen, um die Straße an einer sichereren Stelle zu überqueren, hält Chiara Sergiacomi für nicht praktikabel. „Erstens macht das wahrscheinlich kein Kind“, vermutet sie. Dazu hat sie eine weitere Sorge. „Gleich neben dem Weg ist ein Wald und es ist ziemlich dunkel dort“, erklärt sie. „Da lässt man kleine Kinder natürlich nicht gerne zur Schule gehen.“

Deshalb hofft sie, dass sich bald etwas tut: „Ich bin optimistisch, dass sich etwas bewegt“, sagt sie. „Vor kurzem wurden Verkehrszählungen gemacht.“

Der Haderner Bezirksausschuss hat den Hinweis der Eltern an das Kreisverwaltungsreferat weitergeleitet. „Dem KVR lagen bislang noch keine Beschwerden zu dieser Örtlichkeit vor“, erklärt Alexander Stumpf. Auch der Polizei ist die Kreuzung noch nicht negativ aufgefallen. „Aus polizeilicher Sicht ist der Kreuzungsbereich bisher als unauffällig zu bewerten“, so Polizeisprecher Werner Kraus. An der Kreuzung sind seit Januar 2014 drei Unfälle passiert. „Ein Schulwegunfall war hier nicht dabei“, erläutert Kraus. Stattdessen hätte es sich um zwei Parkfluchten und einen Vorfahrtsunfall gehandelt.

Trotzdem wird das Kreisverwaltungsreferat nach den Beschwerden zeitnah einen gemeinsamen Ortstermin zusammen mit Vertretern von Baureferat und Polizei durchführen. Dort wird diskutiert, welche Maßnahmen Verbesserung bringen und umgesetzt werden können. Bis es so weit ist, hoffen Veronika, Paul, Marc und Anna, dass nicht nur sie, sondern auch die Autofahrer besonders vorsichtig sind, damit ihr Schulweg ein bisschen sicherer wird.
Claudia Schuri

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