Ehemaliger XXXLutz an der Theresienhöhe

„Zugeständnisse sind zu vage“

WESTEND XXXLutz: SPD-Ortsverein fordert von den Investoren Bürgerbeteiligung und Kulturangebot

Der Startschuss für den Baubeginn ist noch gar nicht gefallen – und schon werden Zweifel an den Versprechen der Investoren laut. In den Räumen des ehemaligen XXXLutz an der Theresienhöhe ist ein neues Einkaufszentrum geplant (Hallo München berichtete). Der riesige Komplex mit der Glasfassade, der von den Anwohnern oft als „Betongebirge“ bezeichnet wird, prägt entscheidend das Stadtviertelbild an der Theresienhöhe.

Bei einem Infogespräch zur geplanten Gestaltung des neuen

Ist skeptisch: Matthias Laub von der SPD.

Einkaufszentrums versprachen die Investoren Harald Ortner und Dr. Jürgen Büllesbach, dass die Bevölkerung entscheidend an der Planung beteiligt werden soll. Außerdem soll es auch Räumlichkeiten für soziale Nutzung geben. „Die Versprechen der Investoren klingen sehr gut, aber wir beobachten das Ganze noch mit großer Skepsis“, sagt Matthias Laub, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Schwanthalerhöh’. „Die Zugeständnisse an die Anwohner sind sehr vage formuliert und einige Probleme wurden unserer Meinung nach nur unzureichend geklärt.“ Damit meint Laub vor allem die Mehrbelastung im Straßenverkehr. „Man muss dieses Einkaufszentrum so gestalten, dass es für die Einkaufenden attraktiv ist, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad zum Shoppen zu fahren.“ Ein möglicher Anreiz für die Besucher, auf das Auto zu verzichten, wären Fahrradständer in der unmittelbaren Nähe zum geplanten Zentrum. „Das Einkaufsangebot sollte zudem auch den Bedürfnissen der Anwohner gerecht werden und nicht die bereits vorhandenen Geschäfte schädigen oder gar verdrängen“, fordert Laub. Von Seiten der Investoren hieß es bei der Projektvorstellung, man werde darauf achten und das Ziel sei es, Läden zu finden, die es so noch nicht im Viertel gebe.

Eine weitere Frage, die Laub beschäftigt, ist die Nutzungsmöglichkeit des Gebäudes, solange das Zentrum noch nicht eröffnet ist. „Man könnte es für Bandproberäume oder Ähnliches zwischennutzen“, sagt Laub. „Der geplante Baubeginn ist im März 2016 und es wird mit einer Bauzeit von 15 bis 18 Monaten gerechnet. Es wäre doch unsinnig, wenn die Immobilie so lange ungenutzt bleibt.“ Auch nach der Eröffnung soll der soziale Aspekt nicht zu kurz kommen. „Wir fordern mindestens 6000 Quadratmeter für soziale oder kulturelle Zwecke.“

Alles in allem soll es nach dem Wunsch des SPD-Ortsvereins ein Zentrum werden, das die Lebensqualität der Anwohner verbessert. Laubs Appell an die Investoren: „Man muss dem Viertel seine Identität lassen. Die Bürger müssen von Anfang an in die Planung miteinbezogen werden und die Investoren müssen die genaue Planung offenlegen, dann kann der Komplex eine Bereicherung für den Stadtteil werden.“ Sarah Brückl

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