Horror-Baustelle am Stiftsbogen: Arbeiter stirbt nach 15-Meter-Sturz

Das Drama hört nicht auf

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Am Tag nach dem tragischen Unfall erhalten die Bauarbeiter Sicherheitsgurte (siehe Mann links).

Hadern – Schon wieder hat sich etwas schreckliches auf der Horror-Baustelle am Stiftsbogen ereignet: Diesmal stürzte ein Zimmermann (58) in den Tod

„Wie viel Schlimmes muss passieren, bevor gehandelt wird?“ – das fragten die Anwohner der Stiftsbogen-Baustelle im Juni im Bezirksausschuss Hadern (Hallo berichtete), als sie im Gremium über die Zustände vor ihrer Haustür berichteten und darauf hinwiesen, dass bereits Anfang des Jahres der Hausinstallateur der Anlage auf der Baustelle starb. Jetzt ereignete sich erneut ein tragischer Unfall – mit einem weiteren Toten.

Ein Zimmermann aus Deggendorf stürzte aus 15 Metern in die Tiefe und erlag seinen schweren Verletzungen im Krankenhaus. Benjamin Castro Tellez von der Münchner Polizei erklärt, dass der 58-Jährige im fünften Obergeschoss eines Anwesens Arbeiten auf einem Balkon durchführte: „Der genaue Unfallhergang sowie etwaig einzuhaltende Arbeitsschutzbestimmungen sind Gegenstand der aktuellen Ermittlungen.“

Bereits in der Vergangenheit hatte Hallo mehrmals versucht, mit der verantwortlichen Baufirma „Riebel GU AG St. Gallen Niederlassung Deutschland“ zu sprechen. Bisher kam kein Kontakt zustande.

Die für den Häuserblock zuständige Hausverwaltung „Gegenfurtner“, welche sich bisher ebenfalls nicht zur Baustelle äußern wollte, erklärte nun, dass man „tief betroffen von dem tragischen Unfall“ sei und ihre „Gedanken bei den Angehörigen und den Kollegen des Verstorbenen“ seien.

Anwohner berichten, wie sie am Tag nach dem Unfall beobachteten, dass die Bauarbeiter wohl erstmals Sicherheitsgurte sowie die zugehörige Einweisung bekamen. Die Nachbarn sind zutiefst schockiert und betroffen von dem Vorfall: „Dieser Mann ist einfach auf eine unserer Terrassen gefallen und ist jetzt tot“, erzählt eine Anwohnerin betroffen. dbo

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