Chaos an Mega-Baustelle

Straßensanierung sorgt in Hadern für lange Autoschlangen – Lkws stören Anwohner

Hadern Stau, Lärm und Dreck müssen derzeit die Anwohner der Fürstenrieder Straße in Hadern ertragen. Der Grund: Die Fahrbahn wird zwischen Ammerseestraße (BAB 96) und der Kreuzung mit der Würmtal- / Waldfriedhofstraße saniert und soll künftig durch Flüsterbeton für weniger Lärm sorgen. Auch im Kreuzungsbereich Würmtalstraße / Waldfriedhofstraße / Fürstenrieder Straße wird derzeit gearbeitet. Obwohl die Sanierungen mit Fahrspurreduzierungen dort ausschließlich nachts von 21 bis 6 Uhr erfolgen, staut sich der Verkehr gerade in den Morgenstunden. Grund dafür sind Unebenheiten auf dem Straßenbelag. Voraussichtlich bis 12. September sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Doch die Anwohner sind nicht nur durch Bauprojekte geplagt: „Auf der Fürstenrieder Straße fahren alle Laster, die aufgrund der Umweltzone nicht den Innenstadtbereich passieren dürfen“, sagt Irene Pross. Sie wohnt schon seit rund 20 Jahren in dem Viertel – aber in dieser Dimension ist die aktuelle Lärmbelästigung auch für sie neu. Die momentane Verkehrsbelastung steht für sie im direkten Zusammenhang mit der Umweltzonen-Regelung. „Ich habe gegen die Bauarbeiten nichts einzuwenden, das war lange genug angekündigt und kommt uns ja zugute. Aber der Lkw-Verkehr ist eine dauerhafte Störung.“ Ein Aspekt, der auch Magdalena Schulz (79) stört: „Der Krach kommt von den Lastwagen, nicht von der Baustelle.“ Die Tatsache, dass sie während der Sanierungen 15 Minuten länger mit dem Bus fahren muss, stört die Rentnerin wenig: „Wir werden dafür in wenigen Wochen einen ruhigere Straße haben, wenn der Flüsterbelag erst einmal aufgetragen wurde.“ Bis dahin plant die 79-Jährige Zeitverzögerungen ein.

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