Zehn Proberäume sollen in Sendling-Westpark entstehen

Bühne frei für Zukunftsmusik in Sendling

Klaus Martens und Julia Viechtl von der Fachstelle Pop des Feierwerks freuen sich auf die zehn neuen Proberäume, die auf dem Gelände an der Adi-Maislinger-Straße entstehen.
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Klaus Martens und Julia Viechtl von der Fachstelle Pop des Feierwerks freuen sich auf die zehn neuen Proberäume, die auf dem Gelände an der Adi-Maislinger-Straße entstehen.

Sendling-Westpark: Der Clou: Der Bau ist modular, transportabel und schallisoliert.

Münchner Bands können ein Lied davon singen: von der endlosen Suche nach einem Proberaum. Die Stadt möchte Abhilfe schaffen und baut an der Adi-Maislinger-Straße in Sendling-Westpark zehn neue Proberäume. Doch ist das eine Chance für die Musiker oder der Tropfen auf dem heißen Stein?

„Beides“, sagt Klaus Martens, Leiter der Fachstelle Pop des Feierwerks. Die Beratungsstelle wird als Betreiber der Übungsräume fungieren. „In den Räumen können wir nach unseren Erfahrungen etwa 100 Bands Platz bieten. Sie mieten sich dort stundenweise ein. Letzte Untersuchungen zeigten aber, dass es in München etwa 1500 aktive Bands gibt“. Der Bedarf ist groß – so, dass er „kaum zu stillen“ sei, wie ­Jennifer Becker, Pressesprecherin des Kulturreferates, weiß. Auch dort gehen laufend Musiker-Anfragen ein, bisher konnte man nur bedingt helfen.

2,245 Millionen Euro stellt die Stadt deshalb für die neuen Proberäume zur Verfügung. Die Projektkosten sind „sehr hoch“, stellt die Stadtkämmerei fest. Besonders, wenn man in Betracht zieht, dass die Nutzung in Sendling nur fünf Jahre möglich ist, da das Grundstück dann anderweitig verwendet wird.

Doch das Geld ist gut angelegt. Das Projekt könnte sich als zukunftsweisend herausstellen: Der Bau wird modular sein, was Umzüge und Zwischennutzungen auf unterschiedlichen Grundstücken ermöglicht. Wo die Räume nach Ende der Frist an der ­Adi-Maislinger-Straße platziert werden, ist noch offen. Fest steht: Im Sinne der Beteiligten wäre es, das Pilotprojekt auf weitere Standorte auszuweiten. „Eventuell können wir sogar in Serien­fertigung gehen und das Konzept anderen Städten anbieten“, so Becker.

Sollten die Räume halten, was sie versprechen, werden die Münchner Musiker vermehrt Lobgesänge auf ihre Übungsräume schreiben – nicht zuletzt wegen des Preises: „Wir versuchen, unsere derzeitige Regelung durchzusetzen“, sagt Martens, „ein Euro pro Musiker pro Stunde.“
so

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