Süße Schweine, seltene Ziegen und 100 Pferde - das bietet das ZLF

Die Stars der Wies(e)n

Die Bayernhybrid-Sau „Schnexe“ ist mit ihren süßen Ferkeln einer der Magneten auf dem diesjährigen Zentralen Landwirtschaftsfest. Und das obwohl der Andrang bisher eher mau ist – wahrscheinlich wegen des Regens, sagen die Veranstalter. Warum sich ein Besuch trotzdem lohnt, lesen Sie hier.

Vesuv liegt kauend in der Box. Nichts bringt den 1210 Kilo schweren Bullen aus der Ruhe – keine quiekenden Ferkel, kein krähender Hahn und keine meckernde Ziege. Im Katalog des Bayerischen Zentralen Landwirtschaftsfest (ZLF) steht, dass Vesuvs Rasse, das Deutsche Braunvieh, langlebig, fruchtbar und anpassungsfähig ist. Letztere Eigenschaft kommt ihm jetzt zugute, wo zahlreiche Menschen sich mit Kindern noch bis zum 25. September an ihm vorbei­drängen und anstehen – nur um ihm den Kopf zu streicheln.

„Ohne die Bienen zählen wir 800 Tiere im Zelt der Bayerischen Landestierschau“, sagt Stefanie Härtel vom ZLF-Presseteam. „Darunter sind 90 Großpferde und bis zu 50 Ponys.“ Von Vesuvs Artgenossen gibt es 29 zu bestaunen. An Rindern werden aber auch Rassen wie das Deutsche Fleckvieh, das Gelbvieh und die Prinzgauer ausgestellt.

„Die Besucherzahlen waren am Eröffnungstag deutlich geringer als vor vier Jahren“, sagt Härtel. „Wir schieben das auf das Regenwetter und hoffen, dass es besser wird.“ Viele Besucher drängt es daher vom Traktor-Fuhrpark auf der Theresienwiese ins warme Tierzelt. Und welcher Erwachsene nimmt nicht gerne auch mal ein Ferkel in den Arm und schaut Küken in der Brutmaschine beim Schlüpfen zu?

„Schau mal Mama, das Schaf kann nix sehen!“ – ein Bub zupft seine Mutter aufgeregt am Ärmel. Tatsächlich hängt der Angora-Ziege ihre Lockenpracht bis über die Augen. Bayernweit ist sie eine Seltenheit, denn nur Wolfgang Grimm züchtet die aus Anatolien stammenden Tiere. „Zweimal im Jahr scheren wir sie“, sagt der Bio-Bauer. „Sonst würden sie krank.“ Auch bei den 13 Kaninchen gibt es Exoten. Highlight ist trotzdem Bayernhybrid-Sau Schnexe mit ihren Ferkeln. „Die sind so süß“, ruft ein Mädchen. Marie-Anne Hollenz

Bilder finden Sie in unserer Fotostrecke.

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