Backstage läuft die Zeit davon

Bis 31. März muss ein Bauantrag her – sonst droht der Abriss...

Laim Das Backstage ist für ihn wie ein Kind, sagt Hans Georg Stocker, Gründer und Geschäftsführer des Kulturzentrums an der Friedenheimer Brücke. Nun hat der Feiertempel 18. Geburtstag gefeiert, ist also volljährig. „Mein größter Wunsch wäre, dass das Kind erwachsen wird und auf eigenen Füßen stehen kann“, betont Stocker. Doch danach sieht es nicht aus. Ganz im Gegenteil: Die Zukunft des Backstage ist ungewisser denn je. Gerade erst ist das Backstage von einer Seite der Friedenheimer Brücke auf die andere umgezogen, rund um die frühere Aga-Gas-Halle wurden mit Containern provisorisch eine weitere Konzerthalle und ein Club errichtet – noch immer wird dort gewerkelt, obwohl der Betrieb schon läuft. Doch für eine Hälfte des Areals gibt es nur eine beschränkte Baugenehmigung bis zum 31. Juli. Dann müssten die Container wieder weg. „Wenn die Genehmigung nicht verlängert wird, ist das Backstage gestorben“, stellt Stocker fest. Er hofft auf das Entgegenkommen der Stadt. Auf dem Grund soll für das neue Baugebiet „Hirschgarten“ ein Grünzug mit Radweg entstehen. Die andere Hälfte des bisher gemieteten Areals will Stocker kaufen. Hier soll ein Neubau entstehen – nach drei Umzügen die endgültige Heimat des Backstage. Aber auch die Verhandlungen mit dem Grundbesitzer „Aurelis“ ziehen sich. Für Thorsten Vogel, Sprecher des Planungsreferats, gibt es einen Ausweg aus der vertrackten Situation: „Herr Stocker muss bis 31. März einen genehmigungsfähigen Bauantrag vorlegen“, erklärt er. „Dann kann man über eine Verlängerung reden“. Allerdings ist auch das nicht so einfach: Die Stadt fordert eine Tiefgarage unter dem Neubau des Kulturzentrums. „Das kriegen wir nicht finanziert“, fürchtet Hans-Georg Stocker. Ohnehin würde der Neubau geschätzte fünf Millionen Euro verschlingen – und schon der Umzug hat mit rund 700000 Euro deutlich mehr gekostet als geplant. In Sachen Parkplätze will die  Stadt hart bleiben, kündigt Vogel an: „Eine Tiefgarage ist unbedingt erforderlich.“ Aufgeben wollen Stocker und sein Team nicht. Der Geschäftsführer hat sogar noch einiges vor. Es gebe schon fünf Varianten für eine endgültige Planung: „Wir werden um das Backstage kämpfen.“ ara

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