Auweh! München rutscht aus

Knochenbrüche: Ärzte am Klinikum Großhadern im Dauereinsatz

Hadern Thekla Karg liegt in Zimmer 14 auf der Station G2 im Klinikum Großhadern. Sie hat sich das Schienbein und den Knöchel gebrochen. „Als es stark schneite, wollte ich zum Schneeschippen“, erzählt die 69-Jährige – schließlich wollte sie nicht, dass sich vor ihrem Haus „jemand die Haxn bricht“. Da passierte es: Auf der vereisten Treppe rutschte die Neuriederin aus, schlug der Länge nach hin. Das Ergebnis: drei OP’s in Großhadern. Thekla Karg ist nicht die Einzige, die bei Schnee, Matsch und Eis ausgerutscht ist und sich etwas gebrochen hat. Das Ärzte-Team im Klinikum Großhadern ist derzeit im Dauereinsatz:  „Die Patienten, die hingefallen sind, drängen sich jetzt bei uns in der Notaufnahme“, erklärt Dr. Martin Angele (siehe Kasten). In der Notaufnahme wartete auch Thekla Karg auf ihre Diagnose. Nach dem Röntgen wurde sie operiert. Eins steht fest: „Ich schippe heuer keinen Schnee mehr. Das muss mein Mann machen“, sagt die 69-Jährige und lacht. Auf einer spiegelglatten Fläche ist auch Maria Meckler (63) ausgerutscht. Sie hat ihr Bett im Zimmer neben Thekla Karg. Sie sitzt auf einem Stuhl und wartet auf ihre Operation. Auch Meckler wollte Schnee wegräumen. „Damit keiner hinfällt.“ Letztlich fand sie sich auf dem Gehsteig wieder. Auf dem vereisten Untergrund ist sie hingefallen. „Mich hat’s echt gerissen“, erzählt Meckler. Die Großhadernerin ist sofort in die Nothilfe des Klinikums an der Marchioninistraße 15 gefahren. „Mein Arm wurde geröntgt.“ Elle und Speiche hat es voll erwischt. Zunächst wurde der Arm ruhig gestellt. „Jetzt muss ich nur noch die Operation hinter mich bringen. Ich hoffe, dass alles glatt läuft.“ Im Zimmer nebenan liegt Bernd Straube. Der 66-Jährige hat jetzt drei etwa zehn Zentimeter lange Schrauben im Oberschenkel: „Die sind ganz schön lang“, sagt er und holt ein Exemplar aus der Nachttischschublade hervor. Straube hat sich einen Oberschenkel-Halsbruch zugezogen. „Ich wollte zum Einkaufen, und auf dem Gehsteig bin ich ausgerutscht.“ Glücklicherweise sei das vor einer Apotheke passiert. Die Angestellten haben ihm sofort geholfen und den Notarzt gerufen. Dann folgte die übliche Prozedur: röntgen, operieren. „Ich hoffe, dass es bald besser wird und ich nach Hause kann.“ Ines Grabe

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