Laim

Die großen Pläne der Lukas-Schule

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Die Privatschule in Laim wächst weiter. Doch ein Anbau ist umstritten.

Die Lukas-Schule möchte wachsen und das bestehende Schulgebäude an der Riegerhofstraße erweitern. Doch zumindest im Laimer Bezirksausschuss gefällt das Vorhaben nicht allen.

Derzeit besuchen insgesamt rund 470 Schüler die Mittelschule und das Gymnasium, künftig werden es etwa 580 sein. Das liegt unter anderem daran, dass das Gymnasium noch im Aufbau ist. Die Lukas-Schule hat von der Lokalbau-Kommission bereits einen positiven Vorbescheid zum Bau eines zweizügigen Gymnasiums erhalten, im November aber nur einen Bauantrag für ein einzügiges Gymnasium gestellt. „Ein zweiter Zug könnte später folgen“, erklärt Martin Wagner, Geschäftsführer der Privatschule. Für die derzeitige Erweiterung seien acht zusätzliche Klassenzimmer sowie weitere Fach- Verwaltungs- und Gruppenräume nötig. Die Pläne sehen vor, dass im südlichen Bereich über der Gaststätte eine Etage und im westlichen Bereich zwei Etagen aufgestockt werden. Zudem soll ein neuer viergeschossiger Kopfbau gebaut werden.

Die Bezirksausschussmitglieder waren sich uneinig, was von dem Projekt zu halten ist. Die CSU-Fraktion befürwortete es, weil Schulplätze benötigt werden und die Schule ihre ursprünglichen Planungen bereits verkleinert hat. Die SPD sprach dagegen von „massiver Nachverdichtung“ und äußerte die Befürchtung, dass in den nächsten Jahren immer weitere Erweiterungen folgen. „Es ist eine Salami-Taktik“, sagte BA-Chef Josef Mögele (SPD). „In einigen Jahren stehen wir wieder hier, es soll wieder erweitert werden und der letzte Laimer Sportplatz verschwindet.“ Auf dem Schulgelände liegt der einzige öffentliche Sportplatz, den es in Laim noch gibt.

Schulgeschäftsführer Martin Wagner möchte zwar nicht generell ausschließen, dass es mittel- und langfristig wieder Änderungen im Raumbedarf geben könnte. „Die Stadt München und die Schülerzahlen wachsen deutlich“, sagt er. „So ist es nur sinnvoll, dass das Angebot der Lukas-Schulen maßvoll ausgebaut wird.“ Gleichzeitig betont er: „Es wird niemanden etwas weggenommen.“ Er verspricht: „Der öffentliche Sport wird genau so viel Platz haben wie bisher.“

Früher stand auf dem Gelände die marode Turnhalle des SV Laim-München. Neue Räumlichkeiten waren notwendig – doch das Geld fehlte. Gleichzeitig suchte auch die Lukas-Mittelschule nach einem Grundstück. Also taten sich beide Organisationen vor rund 13 Jahren zusammen. Der Sportverein überließ der Schule das Grundstück im Erbbaurecht, die darauf ein neues Gebäude errichtete. Außerdem bauten Schule und Sportverein gemeinsam eine Dreifachsporthalle.

Doch wird durch die geplante Erweiterung der SV Laim-München benachteiligt? Auch das wurde bei der BA-Sitzung kontrovers diskutiert. Der SV Laim-München selbst sieht in dem Bauvorhaben jedoch keine Probleme: „Alles passiert in gutem Einvernehmen und wurde mit uns abgestimmt“, sagt Vorsitzender Gerhard Meier. „Die Kooperation hat sich bewährt.“ Letztlich stimmte auch der BA den Planungen gegen die Stimmen der SPD zu, auch bei den Grünen blieb eine gewisse Skepsis.
C. Schuri

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