BA-Politikerin entsetzt: Laimer Siedlung verliert ihren grünen Charakter

Aufruhr in der Alten Heimat

Knapp 80 Bäume sollen gefällt werden– BA-Politikerin Anette Zöllner  ist schockiert über die Baupläne

Laim  Mehr Wohnraum für Senioren und junge Familien in der Siedlung „Alte Heimat“– das verspricht sich die Gemeinnützige Wohnungsfürsorge AG (GEWOFAG) von den für 2018 geplanten Umbauarbeiten. „Dagegen ist nichts einzuwenden“, sagt Anette Zöllner (CSU). Das BA-Mitglied kritisiert aber, dass sich durch die geplanten Umbauten die Optik in der Siedlung komplett verändern wird.

„Der Bezirksausschuss ist in die Pläne der GEWOFAG so gut wie überhaupt nicht eingebunden. Als ich die neuen Pläne einsehen konnte, war ich sehr erstaunt darüber, welche gravierenden Veränderungen in der ‚Alten Heimat‘ geplant sind“, sagt Zöllner. Laut Zöllner sei das geplante Maß der Verdichtung enorm. Nördlich des Kiem-Pauli-Wegs würden die Wohnbauten verdoppelt werden. Die Bauten sollen 21 Meter, also siebengeschossig werden. Außerdem sollen 80 Bäume gefällt werden. „Wenn diese Pläne umgesetzt werden, verliert die Siedlung ihren jetzigen grünen Charakter. Ich finde, manche Dinge könnten auch anders geplant werden.“

Auf Hallo-Nachfrage sagt Sabine Sommer, Sprecherin der GEWOFAG: „ Wir setzen uns sehr dafür ein, Nachpflanzungen zu realisieren. Auch in der Alten Heimat soll der Charakter der Siedlung mit seinem Baumbestand gewahrt werden. In welcher Form die GEWOFAG dies konkret umsetzt, wird im weiteren Verlauf der Planungen erarbeitet.“

Zöllner fordert, dass das weitere Vorgehen in der „Alten Heimat“ in einer Plenumssitzung erörtert werden soll. „Ich bin Architektin und kann mir vorstellen, wie das, was auf dem Bauplan gezeichnet ist, später aussehen wird. Aber ich befürchte, die meisten Bürger können das nicht.“

Sommer versichert: „Alle geplanten Umbaumaßnahmen wurden den Anwohnern der ‚Alten Heimat‘ mitgeteilt.“

 Zöllner traut dem Frieden nicht ganz: „Ich befürchte, dass mache älteren Herrschaften sich schlicht nicht trauen, gegen die Baumaßnahmen vorzugehen.“ Jetzt wäre aber noch Zeit, die Baupläne maßgeblich zu beeinflussen, meint die 56-Jährige. „Ich möchte, dass eine gute Lösung für dem Wohnungsbau und den Grünbestand gefunden wird“, sagt die Viertelpolitikerin. „Wenn erst mal die Baumaßnahmen im Gange sind, ist es zu spät, und der BA kann den betroffenen Bürgern nicht mehr helfen.“

Sarah Brückl

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