Zukunft Pfarrkindergärten

Die Erzdiözese München und Freising will die Zukunft der Pfarrkindergärten langfristig sichern. Dazu stellten der Generalvikar des Erzbistum Peter Beer und die für Kindertagesstätten zuständige Leiterin des Referats caritative und soziale Aufgaben im Erzbischöflichen Ordinariat, Ordinariatsrätin Elke Hümmeler, das Pilotprojekt „Zukunft Pfarrkindergärten“ der Presse vor.

Dabei solle durch neue regionale Trägerverbünde die Arbeit der Kindertagesstätten gestärkt, entlastet und weiterentwickelt werden, so Beer: „Die Pfarreien haben die Möglichkeit, sich freiwillig in diesen Verbünden zusammenzuschließen. Wir wollen unsere Pfarrkindergärten als attraktive Einrichtungen vor Ort erhalten.“ Ordinariatsrätin Hümmeler stellte die Eckpunkte der neuen Träger- und Organisationsstruktur vor. Die Pfarreien, die bisher einzeln als Rechtsträger fungierten, könnten sich mit etwa 12 bis 15 Kindertagesstätten regional zusammenschließen. Der Rechtsträger der Verbünde sei dann die Erzdiözese. Entlastung der Ehrenamtlichen Bisher würden die Kindergärten der Pfarreien durch großes Engagement von Ehrenamtlichen in Kirchenverwaltungen und Pfarrgemeinderäten getragen. „Dieser Einsatz stößt teilweise an die Grenzen der Belastbarkeit von ehrenamtlich tätigen Frauen und Männern“, sagte Hümmeler. Aus diesem Grund solle die Leitung und Führung von Kindertagesstätten durch hauptamtliche Verwaltungsleiter und pädagogische Gesamtleiterinnen gestärkt werden. Wie bisher finanzierten sich die Einrichtungen aus staatlichen und kommunalen Zuschüssen, den Elternbeiträgen und aus Kirchensteuermitteln. Keine Zentralisierung Der Generalvikar trat entschieden der geäußerten Befürchtung der Zentralisierung entgegen. „Es geht um eine größtmögliche Unterstützung vor Ort“, sagte Beer. „Die Verbindung zur Pfarrei darf nicht verloren gehen.“ Für die Erprobung der neuen Struktur werde das auf drei Jahre angelegte Projekt durchgeführt, erläuterte Hümmeler. Bis Sommer dieses Jahres würden unter Einbindung von Kindertagesstätten und Pfarreien die Details der neuen Struktur entwickelt und beschrieben. Ab Herbst 2010 werde die neue Trägerstruktur an mehreren Pilotstandorten erprobt. In der Erzdiözese München und Freising gibt es etwa 550 katholische Kindertageseinrichtungen. 450 davon befinden sich in Trägerschaft der Pfarreien vor Ort. In diesen Einrichtungen betreuen etwa 3500 Erzieherinnen und Erzieher rund 35.000 Kinder. Die katholische Kirche ist damit der größte freie Träger von Kindertageseinrichtungen in Oberbayern.

Auch interessant:

Meistgelesen

Emmerams-Tram: MVG ist zuversichtlich
München Südost
Emmerams-Tram: MVG ist zuversichtlich
Emmerams-Tram: MVG ist zuversichtlich
Alles grün am Giesinger Bahnhof
Alles grün am Giesinger Bahnhof
Feuerwehreinsatz – Transporter kommt von Straße ab und bleibt unter Balkon stecken
München Südost
Feuerwehreinsatz – Transporter kommt von Straße ab und bleibt unter Balkon stecken
Feuerwehreinsatz – Transporter kommt von Straße ab und bleibt unter Balkon stecken
Germany's Next Topmodel: Hanna Hamata aus der Au sorgt für geschminkte Wahrheiten
München Südost
Germany's Next Topmodel: Hanna Hamata aus der Au sorgt für geschminkte Wahrheiten
Germany's Next Topmodel: Hanna Hamata aus der Au sorgt für geschminkte Wahrheiten

Kommentare