1860 gegen Bayern München II

Der Zoff ums Derby

Anders als erwartet findet das Spiel des TSV 1860 München gegen Bayern München II nicht im Grünwaldstadion statt.
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Anders als erwartet findet das Spiel des TSV 1860 München gegen Bayern München II nicht im Grünwaldstadion statt.

Giesing - Am 29. April spielen die Löwen gegen die Bayern-Amateure - in der Allianz-Arena. Das sorgt für ordentlich Zündstoff

Dass die Löwen zum Regionalliga-Derby gegen die Bayern-Amateure am 29. April in die Allianz Arena gebeten werden, schmeckt nicht jedem. Sylvio Bohr, Vorsitzender der Münchner Grünen, kritisiert: „Ich kann mir kaum vorstellen, wie eine sinnvolle Fantrennung an den Knotenpunkten Sendlinger Tor, Marienplatz und Odeonsplatz sowie in der U6 nach Fröttmaning gelingen soll.“ Mehr noch: Bohr attestiert der Allianz Arena ein „nicht mehr ganz zeitgemäßes Stadien- und Sicherheitskonzept“. Ein hoher Einsatz von Personal- und Materialressourcen seitens der Polizei sei die Konsequenz.

Dem widerspricht Hauptmeister Deniz Bora von der Münchner Polizei auf Hallo-Nachfrage. Auch wenn die genauen Einsatzpläne noch ausgearbeitet werden: „Der Personalaufwand unterscheidet sich nicht von dem bei Derbys im Grünwalder. Auch höhere Kosten entstehen durch die Verlegung nicht.“ Die Giesinger Stadion-Anwohner sehen die Spielverlegung übrigens mehrheitlich positiv. 

Hallo Umfrage

Dominik Wolfhardt

Das hat eine Hallo-Kurzumfrage ergeben. Manche, wie Dominik Wolfhardt (li.), der seit 14 Jahren am Stadion wohnt, fürchten zwar, dass nicht nur das Spiel, sondern auch die Stimmung ausgelagert wird. Die meisten sind jedoch dankbar, dass sie den Trubel nicht direkt vor der Haustür haben. 

Reinhold Behringer

„Vor allem bei Derbys war der Zustand stets laut und extrem chaotisch. Die Straßen ähnelten mehr einem Kriegsschauplatz als einem Wohngebiet“, beschreibt es Reinhold Behringer (M.). 

Harald Panger

Giesinger und Löwenfan Harald Panger (re.) sieht einen weiteren Vorteil – zumindest für die Blauen: Die Bayern werden ihren Heimvorteil einbüßen, weil sicher mehr Löwen als Bayern das Spiel besuchen werden.“ R. Strohmeier/lit

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