Büroturm statt Flachbauten: BA fordert mehr Wohnraum beim Arabellapark

„Wer Jobs schafft, soll auch Wohnraum schaffen“

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Angelika Pilz-Strasser wünscht sich ein vernünftiges und nachhaltiges Konzept für das ehemalige Siemens-Gelände.

Bogenhausen – Die Pläne für den Bau des Büroturms auf dem ehemaligen Siemens-Gelände stoßen zwar auf breite Zustimmung – einige Aspekte der gegenwärtigen Planungen werfen jedoch Fragen auf

Auf dem ehemaligen Siemens-Gelände an der Richard-Strauss-Straße soll unter anderem ein Büroturm mit 115 Metern Höhe gebaut werden. Prinzipiell findet die Vorsitzende des Bezirksausschusses (BA) Bogenhausen, Angelika Pilz-Strasser, die Idee gut.

Doch die gegenwärtigen Planungen für das rund 20 000 Quadratmeter große Areals werfen noch etliche Fragen auf. „Dazu gehört unter anderem der Schattenwurf des 115 Meter hohen Büroturms“, erklärt Pilz-Strasser. Da müsse erst noch geklärt werden, inwiefern dieser die Anreiner stören könnte.

Aber auch ein anderes Thema brennt der BA-Vorsitzenden unter den Nägeln. „Besonders ärgerlich finden wir es im Bezirksausschuss, dass wenn jemand sehr viele Arbeitsplätze schafft – was ja grundsätzlich sehr zu begrüßen ist – er nicht auch für ausreichenden Wohnraum sorgen muss. Das wäre gerade in einer Stadt wie München, wo dieser extrem knapp ist, sinnvoll“, so Pilz-Strasser weiter.

Teile des Konzepts beinhalten auch, dass frei werdende Flächen, wie bei der Versorgungskammer, für Wohnraum genutzt werden.

Immerhin sollen auf dem ehemaligen Siemens-Gelände rund 2000 neue Jobs entstehen. So soll die Bayerische Versorgungskammer, die gegenwärtig nur wenige Hundert Meter entfernt in der Arabellastraße ihren Sitz hat, in den künftigen neuen Bürokomplex an der Richard-Strauss-Straße ziehen. Die Gebäude in der Arabellastraße sollen zum Teil abgerissen werden. „Wir fordern, dass mindestens 50 Prozent der frei werdenden Flächen in der Arabellastraße zur Wohnbebauung genutzt werden“, so Pilz-Strasser. Wenn viele der neuen Arbeitnehmer in der Nähe des Siemens-Areals wohnen könnten, würde das auch die Verkehrssituation zu den Stoßzeiten rund um die Richard-Strauss-Straße, Denninger Straße und Effnerplatz entzerren. Zudem soll es noch eine Studie zur Zunahme des Verkehrs durch die Umwidmung des Siemens-Areals geben. 

Am Freitag, 9. November, wird es schon mal eine Preisrichter-Vorbesprechung für das Projekt Siemens-Areal geben. Dabei stehen gegenwärtig drei Entwürfe zur Auswahl. Wann aber die endgültige Entscheidung fällt ist noch offen.

Stefan Osorio

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