»Weg mit der Autobahn Rosenheimer Straße!«

Au-Haidhausen: BA-Chefin Adelheid Dietz-Will blickt auf 2009

Im Frühjahr 2009 wird mit dem Bau des Großprojekts südlich der Welfenstraße begonnen. Wie sind die mit den Planungen zufrieden? Besonders wichtig war uns, dass sich das Gebiet gut in die Au einfügt und kein isoliertes Quartier wird. Außerdem haben wir durchgesetzt, dass 70 Prozent statt wie ursprünglich geplant 20 Prozent Wohnbebauung auf das Gelände geplant wird. Stört Sie noch irgendetwas beim Welfenstraße-Projekt? Der Lärmschutz verlangt am Tassilo-Garten 3,50 Meter hohe Betonmauern Richtung Gleise. Dazu müssen 21 Bäume gefällt werden. Der Landschaftsarchitekt schlägt vor, dass an der Mauer Terrassen nach unten führen. Wir wollen diese Mauer dort nicht haben, die stört den Gesamteindruck als Erholungs- und Spielanlage empfindlich. Außerdem wird von dem zunehmenden Verkehr an der Welfenstraße eine stärkere Lärmbelastung herrühren als von den Gleisen. Was ist denn verkehrspolitisch Ihr größtes Ziel? Jetzt packen wir die Rosenheimer Straße mal an, die ist so belastet wie eine mittlere Autobahn. Gemeinsam mit den BAs Berg am Laim und Ramersdorf arbeiten wir jetzt an einem Rückbau. Die meisten Autofahrer denken sie sind auf der Autobahn Rosenheim – Marienplatz, und fahren auch entsprechend. Die dürfen nicht mehr so in die Stadt geleitet werden. Wie geht es mit der Justizvollzugsanstalt am Neudeck weiter? Biss-Chefin Hildegard Denninger möchte das Gelände für ein Vier-Sterne-Hotel erwerben, aber der Bezirksausschuss will sich das Gelände für kommunale Aufgaben der Daseinsvorsorge sichern. Es gibt kaum noch öffentliche Flächen hier im Viertel – dabei brauchen wir dringend noch ein Altenwohnheim. Dazu könnte die Stadt das Grundstück mit einem Vorkaufsrecht erwerben. Bis jetzt hat sie diese Bereitschaft noch nicht gezeigt. Die endgültige Entscheidung ist im Dezember vertagt worden, aber ich fürchte, da wird eine große Chance vertan. Ist das die Enttäuschung des vergangenen Jahres gewesen? Nein, das ist das Gelände an der Hochstraße 17 gewesen. Das wird abgerissen und als Hotel neu gebaut. Wir hatten Wohnungsbau dort gefordert. Sie haben im Oktober ein rauschendes Fest anlässlich des 1200-Jahre-Jubiläums von Haidhausen gefeiert. Gibt es dieses Jahr was zu Feiern? Wir machen ein großes Fest zur Einweihung des Haidenaus-Parks und es gibt noch was zu feiern – aber das ist geheim. Was war denn Ihr persönliches Highlight 2008? Die Einweihung der Krippe in der Kirchenstraße. Da war ich 30 Jahre lang hinterher. Jetzt ist dort Platz für 45 Krippenkinder. Aber damit ist der Bedarf noch lange nicht gedeckt. Es muss so schnell wie möglich eine Turnhalle und eine Kindertagesstätte gebaut werden. Es fehlt an allen Ecken und Enden. Maren Heußler

Auch interessant:

Meistgelesen

Eine Sommerstraße, abgewiesene Freischankflächen und unerwünschte Sondernutzungen
München Südost
Eine Sommerstraße, abgewiesene Freischankflächen und unerwünschte Sondernutzungen
Eine Sommerstraße, abgewiesene Freischankflächen und unerwünschte Sondernutzungen
Münchner Arzt will mit Tombola Spenden für die Kulturszene sammeln
München Südost
Münchner Arzt will mit Tombola Spenden für die Kulturszene sammeln
Münchner Arzt will mit Tombola Spenden für die Kulturszene sammeln
Bauvorhaben komplett vermietet – Edeka und Luxus-Kindergarten kommen in die Naupliastraße
München Südost
Bauvorhaben komplett vermietet – Edeka und Luxus-Kindergarten kommen in die Naupliastraße
Bauvorhaben komplett vermietet – Edeka und Luxus-Kindergarten kommen in die Naupliastraße
Er ist der neue Sheriff in der Au
München Südost
Er ist der neue Sheriff in der Au
Er ist der neue Sheriff in der Au

Kommentare