Was wird neu 2017? Die große Jahresvorschau der Viertel-Chefs

Wohin nur mit den Schulkindern?

Mit den geplanten neuen Wohnungen am Paulaner-Gelände wächst das Viertel merklich. Auch die Zahl der Kinder wird steigen. Der BA plant, wo sie zur Schule gehen sollen.

In der Au und in Haidhausen dreht sich 2017 das meiste um zwei Themen: Verkehr und Schule.

In der Au und in Haidhausen dreht sich 2017 das meiste um zwei Themen: Verkehr und Schule. „Die Rosenheimer Straße war schon immer ein großes Problem“, sagt die Vorsitzende des Bezirksausschusses (BA) Adelheid Dietz-Will. „Hoffentlich kommt 2017 endlich Tempo 30.“ Der BA, etliche Bürger und Initiativen machen sich dafür seit langem stark. Die Gründe dafür sind vielfältig: die Abgaswerte seien zu hoch, viele Kinder seien dort unterwegs, die Straßen zu eng, die Parkplätze zu eng bemessen. Auch die Radfahrer wünschen sich demnach Tempo 30. „Sie könnten dann weiter auf der Straße fahren“, sagt die BA-Chefin. „Der BA fordert deswegen mehrheitlich, dass auf den Einfahrtsstraßen der Rosenheimer Straße die Geschwindigkeit begrenzt wird“, sagt sie mit Nachdruck. Die Entscheidung liegt aber nicht bei dem Gremium des Stadtviertels, sondern bei der Stadt, die 2017 dazu eine fällen wird.

Das zweite große Thema, das den Bezirk 2017 beschäftigen wird: „Viele Schulen sind überfüllt – es muss gebaut werden.“ Nicht zuletzt mit Blick auf das Paulaner-Areal, wo ab 2018 1500 Wohnungen für 3500 Menschen entstehen sollen. „Unser Viertel wächst, die Kinder müssen ja irgendwo zur Schule.“ Der Wunsch des Bezirksausschusses, gleich auf dem Paulaner-Areal eine Schule zu bauen, wurde nicht erfüllt. Der Investor war offenbar dagegen. Stattdessen hat Dietz-Will diese Lösung parat: „In der Hochschule wird eine Grundschule gebaut.“ Damit will die Viertel-Chefin gleich zwei Klappen schlagen. „Die Grundschule am Mariahilfplatz wird endlich saniert“, erzählt sie. Nach einem Wechsel in der Schulleitung habe sich der Direktor zu einer Sanierung bereit erklärt. Während die Grundschule also renoviert wird, sollen die Schüler in das bis dahin fertige Gebäude in der Hochstraße. Wenn die Grundschule fertig ist, werden zeitgleich die Wohnungen am Paulaner-Gelände bezogen. Die Kinder dieser Wohnanlage sollen dann in die Schule an der Hochstraße.

Die Panne mit dem Container an der Flurstraße, die vergangenes Jahr für Ärger gesorgt hatte, soll 2017 bereinigt werden: „Es muss endlich der neue Container kommen.“ Derzeit seien die Kinder in einer „Baracke“ untergebracht, wie sich die BA-Chefin echauffiert, ohne jegliche Grünflächen nutzen zu können. Der Container in der Flurstraße, in denen Kinder aus Raumnot unterrichtet werden hätten sollen, hatte eine unsichere Statik und muss deswegen abgerissen und neu gebaut werden.

Was die Bürger außerdem beschäftigen wird: Der Ausbau der S-Bahn. „Dazu soll eine außerordentliche Bürgerversammlung stattfinden“, sagt Dietz-Will. Doch zuerst finden erstmal die Bürgerversammlungen von der Au und Haidhausen im Februar statt. hki

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