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Ja zur Tram nach St. Emmeram

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MVG und SPD erfreut über einstimmigen Beschluss

In der gemeinsamen Sitzung des Wirtschafts-, Planungs-, Kreisverwaltungs- und Bauausschusses ist am Dienstagmittag dem Trassierungsbeschluss für die Straßenbahn nach St. Emmeram mit geringfügigen Ergänzungen zugestimmt worden. So soll auf Antrag der SPD geprüft werden, ob an der Endhaltestelle ein Park-&-Ride-Parkplatz möglich ist. Die Option einer Verlängerung der U-Bahn zum S-Bahnhof Engl-schalking wird aber nicht begraben. Eine Entscheidung bei der Express-S-Bahn zum Flughafen und die Verlegung der S-Bahn in einen Tunnel sind Voraussetzungen zur Klärung dieser Frage. Die Stadtrats-SPD wertet den Beschluss als Erfolg. Besonders in Hinblick auf die großen Neubebauungsflächen an der Cosimastraße und auf dem Prinz-Eugen-Areal werde der gesamte Stadtteil von der neuen Strecke profitieren, heißt es in einer Erklärung. Und Christiane Hacker, Stadträtin und langjährige Bezirksausschuss-Vorsitzende im 13. Stadtbezirk ist sich sicher: „Nun hat unsere politische Arbeit und unser Ringen für die Tram Erfolg und ab 2011 wird man sehen, wie wichtig dieses Verkehrsmittel für den Münchner Nordosten ist. Das ist eine großartige Entscheidung für Bogenhausen und seine Bürgerinnen und Bürger.“ Auch die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) zeigte sich erfreut, dass die Tram St. Emmeram einstimmig von den zuständigen Stadtratsausschüssen gebilligt wurde. Vorbehaltlich eines gleichlautenden Votums der Vollversammlung des Stadtrats am 2. Juli, welches als sicher gelte, könne damit das Planfeststellungsverfahren bei der Regierung von Oberbayern eingeleitet werden. Herbert König, Vorsitzender der MVG-Geschäftsführung und SWM-Geschäftsführer Verkehr erklärte nach der Entscheidung: „Der einstimmige Beschluss bestätigt unsere ausgereifte und stadtbildverträgliche Planung. Alle Fraktionen haben hervorgehoben, dass sie das gelungene Gestaltungskonzept für die Straßenbahn als wichtige Voraussetzung für die Akzeptanz der Tram bei den Bürgern betrachten. Wir haben in die Planung alle aktuellen Erkenntnisse und Möglichkeiten der Tramplanung einfließen lassen. Als Stichworte nenne ich zum Beispiel das weiterentwickelte Oberleitungssystem mit seinem leichten Erscheinungsbild und die anspruchsvolle Grüngestaltung mit Bäumen im Haltestellenbereich.“ Voraussichtlicher Baubeginn für die Tram St. Emmeram ist im Frühjahr 2010. Bis dahin stehen unter anderem Ausführungsplanung, Ausschreibung und Vergabe auf der Agenda. Voraussetzung dafür ist der erfolgreiche Abschluss des Planfeststellungsverfahrens mit Erteilung der Baugenehmigung. Je nach Dauer des Verfahrens könnte schon im Sommer 2009 mit vorbereitenden Baumaßnahmen begonnen werden. Die Inbetriebnahme der neuen Tramlinie ist für die erste Jahreshälfte 2011 vorgesehen.

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