Die Postfiliale des Grauens

Das endlose Warten in der Tela-Post soll endlich ein Ende haben

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Seit Jahren ärgern sich Kunden über die langen Wartezeiten – jetzt schaltet sich der BA ein.

Obergiesing – Die Kunden der Tela-Post sind mehr als verärgert, für jeden Brief und jedes Päckchen müssen sie eine gefühlte Ewigkeit anstehen. Jetzt schaltet sich der BA ein

Lange Wartezeiten, eine Schlange, die bis auf den Tegernseer Platz reicht – leider kein unbekannter Anblick für viele Giesinger. Nachdem sich etliche Bürger darüber geärgert haben, hat nun auch der Bezirksausschuss Obergiesing-Fasangarten das Thema aufgegriffen.

„Die Postbank AG als Betreiberin der Postfiliale am Tegernseer Platz wird aufgefordert, diese Filiale im Bereich der Postdienstleistungen personell deutlich aufzustocken und die Öffnungszeiten den Kundenbedürfnissen entsprechend zu erweitern“, heißt es in dem Antrag, der von der CSU gestellt wurde.

„Das war schon immer ein Thema“, sagt Fraktionssprecher Stefan Reinwald, der selbst immer wieder dort anstehen musste.

Wer im Internet einen Blick auf die Google-Bewertungen von Nutzern wirft, sieht, dass Reinwald damit nicht allein ist. Bei knapp 130 abgegebenen Bewertungen kommt die Filiale auf gerade mal 1,3 Punkte (1 ist die schlechteste Bewertung) und es hagelt Kritik von allen Seiten.

„Eine Frechheit, was die Post mit Kunden macht“, klagt ein Nutzer. „Der größte Witz ist das, eine Schlange, die so lang ist, wie die Strecke zum Mond.Und dann sind zwei Schalter offen. Eine Frechheit“, schimpft ein anderer. „Die Postfiliale des Grauens, obwohl dieses Postamt sechs Schalter hat, arbeiten oft nur drei oder vier Personen gleichzeitig hinter dem Tresen. Hier gibt es offenbar ein kleines Personal-Problem. Dazu kommt, dass selbst einfachste Prozesse oft ewig dauern“, ärgert sich ein anderer User.

Ob der BA-Antrag nun tatsächlich dazu führt, dass die Filiale zusätzliche Mitarbeiter einsetzt, vermag die Unternehmenssprecherin nicht zu sagen.

„Dazu kann ich nichts sagen“, sagt sie. „Wir sind ein privatwirtschaftliches Unternehmen und wenn der Bezirksausschuss mit uns in Kontakt tritt, müssen wir nicht zwingend reagieren.“ Sie wüsste außerdem nicht, ob dazu überhaupt etwas eingegangen sei.

Hanni Kinadeter

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