Tankstelle bleibt trotz Bebauungsplan

Nach derzeitigem Stand bleibt die Aussicht von der Kleingartenanlage Schreberweg zur Hochhausbebauung bis mindestens 2023 unverbaut erhalten. Foto: Camilla Kraus

Zwei fünfgeschossige Wohnhäuser statt der Aral-Tankstelle wird es vorerst an der Richard-Strauss-Straße nicht geben. Laut Tankstellen-Betreiber Peter Moosheimer wurde der Pachtvertrag bis 2023 verlängert, ans Aufhören denke man nicht. Im Eilverfahren stellt die Stadt für das Areal derzeit einen Bebauungsplan auf, der auch eine Wohnnutzung zulassen würde.

Resigniert haben die Nutzer der Kleingartenanlage NO 003, Schreberweg 5, die unmittelbar an das Grundstück der Aral-Tankstelle grenzt, wegen des Bebauungsplans für dieses Areal, der derzeit in Arbeit ist. Dennoch hat der Vorstand dem Bogenhauser Bezirksausschuss geschrieben und um Hilfe gebeten. Die Kleingärtner fürchten starke Beeinträchtigungen durch Verschattung und nachbarschaftliche Schwierigkeiten durch die zu nahe Wohnbebauung. „Unseres Wissens soll die Tankstelle abgerissen und an der Stelle eine Bebauung mit zwei fünfgeschossigen Wohngebäuden vorgenommen werden. Die Gartler befürchten durch diese Baulichkeiten eine starke Beeinträchtigung der kleingärtnerischen Nutzung ihrer Parzellen. Wir glauben, dass gegen den Bebauungsplan keine Schritte mehr unternommen werden können. Trotzdem möchten wir jede Gelegenheit nutzen, um unseren Pächtern in dieser Angelegenheit Gehör zu verschaffen und die sich abzeichnenden Probleme in Grenzen zu halten“, heißt es im Schreiben an den BA, welches das Gremium an die Stadtplaner weitergeleitet hat. Tankstellen-Betreiber gibt Entwarnung „Die Tanke bleibt! Wir haben einen gültigen Pachtvertrag bis etwa 2023“, erklärte Betreiber Peter Moosheimer im Gespräch mit der HALLO-Redaktion. Die Grundeigentümerin, die München Inter GmbH, war vor Redaktionsschluss zur Angelegenheit nicht zu sprechen. Warum die München Inter eine Änderung des Bebauungsplans beantragt hat, erklärt Peter Moosheimer wie folgt: „Der Eigentümer und der Pächter Bavaria Petrol konnten sich in der Vergangenheit nicht über die Pacht einigen. Das ist aber längst vom Tisch! Die Tanke bleibt da!“ „Die Baugenehmigung für die Tankstelle ist unbefristet, somit hat die Tankstelle Bestandsschutz“, erklärte Katja Strohhäker vom Planungsreferat auf Anfrage der HALLO-Redaktion. Das bleibe auch nach der Änderung des Bebauungsplans so. „Sollte die Tankstelle aber mal wegkommen, dann können dort Wohnhäuser gebaut werden“. Ohne Bebauungsplan-Änderung sei nur die Tankstellennutzung zulässig. So lange also Grundbesitzer und Pächter sich einig sind, wird die Tankstelle wohl weiter betrieben. Gabriele Mühlthaler

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