„Gasteig in der Zerreißprobe“

Streit um den Gasteig: Ist das Projekt eine reine Verschwendung von Steuergeldern

Die Renovierung soll eine halbe Milliarde kosten.
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Die Renovierung soll eine halbe Milliarde kosten.

Haidhausen – Nach einem langwierigen Prozess steht die Entscheidung über den Siegerentwurf des Gasteig endlich bevor – Doch es regt sich Unmut...

„Der Gasteig ist ein funktionsfähiges Gebäude. Ich verstehe nicht, warum man diese Bausubstanz sinnlos vernichten will“, beschwert sich Karl Hofmann gegenüber Hallo. Hofmann ist Mitbegründer der Initiative Münchner Architektur und Kultur (AKU). In einer Resolution mit dem Titel „Gasteig in der Zerreißprobe“ wendet sich die Initiative an die Öffentlichkeit und die verantwortlichen Politiker. „Es ist ein Unding, dass man fast eine halbe Milliarde Euro in ein Projekt stecken will, obwohl das gar nicht notwendig ist. Das ist reine Verschwendung von Steuergeldern“, so Hofmann weiter. Eine Renovierung könne man auch maßvoller und mit deutlich weniger Aufwand angehen, so das Argument. Außerdem würden die meisten der vorliegenden Entwürfe (Hallo berichtete) das bestehende Stadtbild verschlechtern. In diesem Zusammenhang begrüsst die AKU, dass der Architekt des bestehenden Gasteig, Eike Rollenhagen, nun sein Urheberrecht geltend mache (Hallo berichtete).

Karl Hofmann (links) ist Mitbegründer der Initiative Münchner Architektur und Kultur (AKU).

Beim Gasteig selbst gibt man sich hingegen gelassen. „Während des Vergabeverfahrens sind wir zur Geheimhaltung verpflichtet. Sollte sich der Stadtrat für eine Variante entscheiden, werden wir das sofort veröffentlichen“, so Michael Amtmann, Leiter der Kommunikation des Gasteig. Am 24. Oktober sollte der Stadtrat eine Entscheidung für das Siegerprojekt treffen. Doch aufgrund der Unstimmigkeiten der letzten Wochen könnte diese vertagt werden.

Egal für welche der Varianten der Rat sich letzendlich ausssprechen wird, Hofmann will sich weiter für eine „maßvollere Lösung“ einsetzen.

Stefan Osorio

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