„Ehrlich gesagt kann ich das alles gar nicht richtig glauben“

Bei ihr stimmt die Chemie

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Franka Jekel brillierte in den Fächern Biologie, Chemie und Physik.

Haidhausen – Franka Jekel ist fasziniert von den Naturwissenschaften. Jetzt darf die Haidhauserin Deutschland bei der Internationalen Wissenschaftsolympiade in Botswana vertreten

Franka Jekel aus Haidhausen geht in die 10. Klasse des Maria-Theresia-Gymnasiums. Sie ist eine von sechs Nachwuchswissenschaftlern, die Deutschland bei dem renommierten Wettbewerb in Biologie, Chemie und Physik, dem International Junior Science Olympiad (IJSO), in Botswana, vertreten wird. 

„Die Prüfungen im Bundesfinale waren so schwer, dass ich überhaupt nicht damit gerechnet habe, gut abzuschneiden“, erklärt Franka gegenüber Hallo. „Ehrlich gesagt kann ich das alles gar nicht richtig glauben. Ich bin sehr überrascht und etwas von dem Trubel drum herum überfordert. Trotzdem bin ich aber schon stolz darauf, Deutschland vertreten zu dürfen.“ 

Die Klausuren bestanden aus Multiple-Choice-Aufgaben in den Bereichen Biologie, Chemie und Physik. Konkret ging es dabei um die praktische Anwendung. „Also beispielsweise wie eine Taucherflasche funktioniert oder wie ein Biotop aufgebaut ist.“ Dazu kamen theoretischen Aufgaben mit Rechnen, beschreiben, begründen, erklärt Franka. 

Die Vorbereitungen für den Bundeswettbewerb waren intensiv. „Kurz nach den Herbstferien bin ich mit den anderen Schülern des Nationalteams zu einem Vorbereitungsseminar in Kiel gefahren“, so Franka weiter. „Dort haben wir im Labor Versuche gemacht, die im letzten Jahr bei der IJSO im Finale drangekommen sind. Und wir haben auch die Reise besprochen.“ 

Und auch die Vorarbeit für den Wettbewerb in Botswana vom 2. bis 11. Dezember ist für die Schülerin intensiv. „Jetzt vor dem internationalen Wettbewerb haben ich und die anderen Mitglieder des Nationalteams einen riesigen Stapel Sachbücher und sehr viele Übungsaufgaben zu bearbeiten bekommen. Das ist fast gar nicht zu schaffen neben der Schule.“ 

Die Naturwissenschaften faszinieren Franka. „Man kann viele neue Dinge entdecken und versuchen, die Natur zu verstehen. Das finde ich spannend.“ Was sie machen möchte, wenn sie mit der Schule fertig ist, weiß sie noch nicht genau. Aber auf jeden Fall will sie als allererstes ein freiwilliges soziales Jahr machen. „Zum Beispiel in einer Elefantenversorgungsstation in Indien“, erklärt Franka. „Eigentlich interessieren mich die sozialwissenschaftlichen Fächer in der Schule wie Geschichte, Sozialkunde oder Geografie noch mehr als Physik und Chemie.“

Stefan Osorio

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