Stadtteilheimatpfleger in Bogenhausen

Einen offiziellen Beauftragten des BA für Stadtteilheimatpflege fordert der Bogenhauser Bezirksausschuss. Die SPD-Fraktion hatte zuvor die Schaffung eines solchen Stadtteilheimatpflegers beantragt. Wie auch immer das künftige Amt heißen wird, sein Inhaber soll mit Ortskenntnis punkten, wenn das Landesamt für Denkmalschutz oder eine andere Behörde wieder mal die Ortskerne oder sonstige historischen Relikte des Viertels auf den Prüfstand stellen.

Im Unterausschuss Haushalt und Satzung war eigentlich schon alles klar: Einstimmig hatte das Gremium den Antrag der SPD für einen Stadtteilheimatpfleger mit Verankerung in der BA-Satzung und Anhörungsrecht durchgewinkt. CSU-Vorbehalte Die CSU-Vertreter allerdings trauten ihrer Kompetenz in der Sache wohl nicht so recht und stimmten unter dem Vorbehalt ab, die Fraktion müsse den Beschluss noch billigen. Ganz so einfach lief das aber im nachfolgenden Plenum nicht. CSU-Fraktionschef Robert Brannekämper forderte eine seriöse Befassung mit der Angelegenheit. Fragen Sympathisch sei der Gedanke schon, beim genaueren Hinsehen täten sich aber Fragen auf. Bezirksausschüsse seien nicht genügend in Entscheidungsprozesse eingebunden und wenig mit Informationen versorgt. „Der Stadtteilheimatpfleger wird überfordert“, so Brannekämper. Zuständig seien der Planungsausschuss des Stadtrats, das Planungsreferat, die Lokalbaukommission und der Denkmalschutz. Ein Einzelner, der nicht mal alle Infos habe, könne nicht mehr erreichen, als eine komplexe Behörde. „Es ist ein gut gemeinter Vorschlag, er sollte aber noch mal im Unterausschuss diskutiert werden“, schlug Brannekämper vor. Auch Holger Machatschek (Grüne) plädierte wegen Diskussionsbedarfs für Vertagung. Das wiederum fand die SPD überflüssig, eine heftige Argumentation über Für und Wider entbrannte. BA-Vorsitzende Angelika Pilz-Straßer (Grüne) fragte schließlich nach, ob ein gemeinsamer Antragstext möglich sei und läutete die Pause ein. Danach stimmte das Gremium geschlossen dafür, ähnlich dem Kinderbeauftragten auch einen „Beauftragten für Stadtteilheimatpflege“ zu fordern. Gabriele Mühlthaler

Auch interessant:

Meistgelesen

Kritik am Staat Katar - Münchner Aktivisten und Journalisten rufen zum Protest auf
München Südost
Kritik am Staat Katar - Münchner Aktivisten und Journalisten rufen zum Protest auf
Kritik am Staat Katar - Münchner Aktivisten und Journalisten rufen zum Protest auf
Wegen Raumnot: Neue Schule am Klinik-Gelände?
München Südost
Wegen Raumnot: Neue Schule am Klinik-Gelände?
Wegen Raumnot: Neue Schule am Klinik-Gelände?
Wird’s am Candidplatz schick?
Wird’s am Candidplatz schick?
Abschied vom Sterne-Restaurant
München Südost
Abschied vom Sterne-Restaurant
Abschied vom Sterne-Restaurant

Kommentare