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Schandfleck am Mangfallplatz

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Die Fassadenfarbe blättert großflächig ab, die Räume stehen leer. Das Gebäude der ehemaligen University of Maryland verströmt eine triste Atmosphäre. Anwohner Jürgen Bauer (unten) will das ändern. 	Fotos: Kowitz /Müller
Die Fassadenfarbe blättert großflächig ab, die Räume stehen leer. Das Gebäude der ehemaligen University of Maryland verströmt eine triste Atmosphäre. Anwohner Jürgen Bauer (unten) will das ändern. Fotos: Kowitz /Müller

Harlachinger fordern Sanierung und Nutzung der ehemaligen University of Maryland

Harlaching Der Mangfallplatz – schön ist er nicht. Doch mit vereinter Bürgerkraft wollen ihn die Harlachinger zu einem Viertelplatz machen, an dem man sich zumindest gerne aufhält. „Im Sommer gab es jetzt Bürgerfeste, man konnte bei den Cafés draußen sitzen, jeden Mittwoch gibt es dort einen Bauernmarkt“, erklärt Jürgen Bauer. Doch für den Anwohner macht eine Sache jeden Versuch der Gemütlichkeit zunichte: Der Bau der ehemaligen Reichszeugmeisterei von 1935, in dem später die University of Maryland untergebracht war. Seit die Amerikaner München verlassen haben, steht er leer, das Eigentum ging auf die Immobilien Freistaat Bayern (IFB) über. Seitdem liegt das Gelände brach. „Der Anblick wird immer scheußlicher, die Fassade bröckelt großflächig ab“, beschwert sich Bauer. „Das ist ein echter Schandfleck für den Mangfallplatz.“ Abgesehen vom äußeren Erscheinungsbild ärgert den Harlachinger noch etwas: „Da drin sind verschenkte Chancen für unser Viertel, die Räume könnten Vereine, Künstler oder Gewerbetreibende nutzen – ich war schockiert, als ich hörte, dass da noch ein Kinosaal leersteht, genau so etwas bräuchte man hier.“ Auch das Erdgeschoss, in dem sich früher ein Supermarkt befand, will Bauer reaktivieren. „Die Einkaufsmöglichkeiten in Harlaching sind nicht so gut.“ Nun hat er bei der Bürgerversammlung beantragt, die Landeshauptstadt München möge sich dafür einsetzen, dass zumindest die Fassade renoviert wird. „Die Stadt hat laut Baugesetzbuch das Recht zum Einschreiten bei nicht unerheblicher Beeinträchtiung des Ortsbilds“, betont er. Außerdem fordert er, die leerstehenden Räume nutzbar zu machen, bis über die Verwendung des Gebäudes endgültig entschieden ist. Damit stieß Bauer auf große Unterstützung: Einstimmig verabschiedeten die Bürger beide Anträge. Maren Kowitz Das sagt die FIB: Ludwig Weichselbaumer, Vize-Geschäftsführer: „Bis ein Nutzungskonzept feststeht, werden wir keine Außensanierung veranlassen. Räume kurzfristig zu vermieten, ist nicht möglich. Teile des Gebäudes nutzt das Staatstheater als Kostümfundus. Um sie zu vermieten, müsste man unter anderem leere Flächen abgrenzen. Dafür ist kein Geld vorhanden.“ mak

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