Der alte Bergahorn soll weiterleben

„Rettet diesen Baum!“ – Jetzt wehren sich die Anwohner gegen die Fällung

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Brigitte Zach (links) und Christiane Kurz setzen sich gegen die Fällung des Baumes ein.

Bogenhausen – Ein alter Bergahorn in der Traberstraße in Bogenhausen soll einem Bauprojekt weichen. Doch die Anwohner wollen diesen Beschluss nicht kampflos hinnehmen

Direkt an der Grenze zweier Grundstücke in der Traberstraße in Bogenhausen steht ein uralter Berg­ahorn. Doch der soll bald gefällt werden – zumindest wenn es nach den Bauplänen für das Grundstück geht, auf dem im Moment ein abrissreifes Haus steht. Dessen Bewohner ist schon vor einiger Zeit verstorben. Es steht seitdem leer. In einem Vorabverfahren bekamen die direkten Nachbarn bereits Einsicht in die Baupläne und machen sich deswegen Sorgen. „Man könnte doch kleiner bauen, als das bislang geplant ist, damit der alte Bergahorn stehen bleiben kann“, erklärt Christiane Kurz. Immerhin stünde der Baum auch zum Teil auf ihrem Grund.

Der Baum fällt unter die Baumschutzverordnung

„Wir haben nichts dagegen, dass hier etwas Neues gebaut wird, aber doch bitte nicht in der geplanten Größe“, beschwert sich Brigitte Zach, deren Anwesen südlich an das zu bebauende Grundstück angrenzt. „Es wäre ja immerhin das erste Haus in unserer Straße, das über die hintere Baulinie hinaus gebaut werden soll.“ Diese begrenzt, wie weit ein Gebäude nach hinten gebaut werden darf. In den vergangenen Jahren seien immer wieder Baupläne abgelehnt worden, weil sie über die Baulinie hinaus geplant worden seien. „Das war auch vor etwa fünf Jahren der Fall, als ein neues Haus, unweit von hier gebaut werden sollte. Das sollte größer werden, als die hintere Baulinie. Das wurde aber von der Lokalbaukommission nicht genehmigt.“ Deswegen solle auch das jetzige Vorhaben nicht genehmigt werden, fordern die Anwohner. „Der Bergahorn hat zudem einen Stammumfang von über zwei Metern und ist demnach nach der Baumschutzverordnung geschützt“, so Kurz weiter.

Zwar bricht das Baurecht den Baumschutz, jedoch sei bei „der Planung von Baumaßnahmen auf den vorhandenen Baumbestand Rücksicht zu nehmen“, heißt es dazu bei der Stadt München.

Gegenwärtig liegt aber weder der Lokalbaukommission ein Bauantrag, noch der Unteren Naturschutzbehörde ein Antrag auf Baumfällung vor. Die Anwohner in der Traberstraße versuchen allerdings bereits jetzt schon Baumpaten unter Lokalpolitikern zu finden, um im Fall eines Falles eine Fällung des alten Bergahorns zu verhindern.

Stefan Osorio

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