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Die Rentner-Partei

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Neu gegründete RRP will für Rechte der Alten kämpfen

München 265 000 Münchner sind über 65. „So viele Menschen müssen doch etwas bewirken können“, meint Peter Wings. Deswegen will der Harlachinger jetzt die Massen an Senioren mobilisieren. Er ist München-Vorsitzender des Kreisverbands München-Stadt der neuen Rentner und Rentnerinnen Partei (RPP), die fordert: Mehr Macht für Alte! „Hier in München sind wir rund 100 Mitglieder“, erklärt Wings. Allerdings soll sich das bald ändern. Die RRP plant eine Öffentlichkeitsoffensive: diverse Aktionen, eine Kundgebung am Marienplatz, feste Stammtischzeiten in der Harlachinger Gaststätte „Siebenbrunn“. „Wir wollen uns alle vier Wochen treffen, Redner einladen, über wichtige Theman diskutieren“, sagt Wings. Er hält die Situation der Rentner für „unwürdig“: „Immer mehr rutschen in die Armut ab, weil die Renten nicht adäquat angepasst werden, sich aber Beiträge für Pflegeversicherung oder Krankenkasse massiv erhöhen.“ Neben der Forderung nach einer Rentenreform stehen Gesundheit und Bildung weit vorne im Parteiprogramm. „Wir sind eine Generationenpartei“, betont Wings, „bis das in Kraft tritt, wofür wir uns einsetzen, sind wir vielleicht schon tot – aber wir wollen unseren Nachkommen etwas hinterlassen.“ Dementsprechend sucht die RRP ihre Wähler nicht nur bei den über 65-Jährigen: „Eigentlich profitieren Bürger, die heute 40 oder 50 sind.“ Damit die ehrgeizigen Ziele auch umgesetzt werden können, will die Partei ihre Kandidaten erstmals 2009 zur Wahl stellen. Erst im Juni zur Europawahl, dann im September zur Bundestagswahl. Die Chancen stünden gut: „Jeder hat den Wählerverlust der großen Parteien mitbekommen, und in Deutschland gibt es 20 Millionen Rentner“, erklärt Georg Leeb, stellvertretender Vorsitzender. „Obama hat mit dem Slogan ,Time for a change‘ die Wahl gewonnen – auch wir wollen Wandel!“ Das Spannende am Programm der „jungen“ Partei: „Wir entwickeln gemeinsam etwas“, betont Leeb. Maren Heußler

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