Projektwoche an der Regina-Ullmann-Schule

"Natur? Natürlich!"

„Natur? Natürlich!“ Unter diesem Motto stand die diesjährige Projektwoche der Grundschule an der Regina-Ullmann-Straße in Oberföhring. Das Staatliche Schulamt in der Landeshauptstadt schlug den Münchner Grundschulen dieses Thema vor. 

Stefanie Aufmuth vom Lehrstuhl für Kunstpädagogik der Universität Augsburg regte bereits im Vorfeld in einer Lehrerfortbildung dazu an, das Thema „Natur“ in eine Spannung zu „Kunst“ zu setzen. So entstanden vielversprechende Ideen, die in der Woche vom 2. bis 6. Juli realisiert wurden.

Die bekannten Höhlenmalereien von Lascaux etwa regten die Kinder an, ein eigenes Bild mit Erdfarben zu gestalten. Bei der Umsetzung konnte die Gruppe direkt in die Höhle in Frankreich einsteigen – dank internetfähiger und interaktiver Tafeln. Diese stehen seit diesem Jahr in allen Klassenräumen zur Verfügung. Der angeleitete Blick auf die Natur erschloss den Kindern aber auch eine beeindruckende Farben- und Formenfülle, die zu spannenden Kunstprojekten animierten: Es wurde Speckstein bearbeitet, andere Schüler bastelten einen Traumfänger aus Naturmaterialien, in einer dritten Gruppe entstanden Naturmobile und Tierfiguren.

Die unter dem Stichwort „Flexibles Klassenzimmer“ bekannten Möbel waren schnell in die gewünschte Gruppenordnung gebracht. Auch naturkundliche Themen hatten ihren Platz: So legten sich Vogelbeobachter im nahegelegenen, neu gestalteten Grünstreifen auf die Lauer. Sie hatten sich grundlegendes Wissen über Vögel angeeignet und mit Ferngläsern ausgerüstet. 

Daher wurden jahrgangsgemischte Gruppen gebildet, die nach einem genau abgestimmten Plan die verschiedenen Klassenräume aufsuchten. Die Kinder erlebten sich auch außerhalb ihrer Klasse als Gemeinschaft und die großen konnten den jüngeren Kindern Hilfestellung geben. Ein Rahmen sollte alle Gruppen verbinden. So wurde die Woche mit einem gemeinsamen Projektlied begonnen: „Feuer, Wasser, Luft und Erde“. Konrektorin Iris Lonsdorfer begleitete die 250 Kinder der Schule am Klavier.

Am Ende der Woche konnte jedes Kind nochmals durch alle Räume gehen und die ausgestellten Ergebnisse begutachten. Der Schulleiter Norbert Rinck fragte abschließend in seiner Gruppe, welches Projekt am besten gefallen habe. Darauf antwortete Marcel ohne zu zögern: „… dass es keine Hausaufgaben gab.“ Eine Projektwoche hat eben viele Höhepunkte.   


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