Regierung dankt Ehrenamtlichen

In der Flüchtlingsunterkunft an der Max-Proebstl-Straße läuft alles rund, und das seit Jahren. Ganz sicher haben die ehrenamtlichen Helfer, die sich seit langem um die Menschen in dieser Einrichtung kümmern, daran einen hohen Anteil. Die Regierung von Oberbayern hat sich deshalb jetzt mit einem Sommerfest bei den Ehrenamtlichen bedankt.

Irakische Christenfamilien hatte Innenminister Joachim Herrmann vor rund einem Jahr in der Unterkunft an der Max-Proebstl-Straße willkommen geheißen (HALLO berichtete), nun begrüßte der oberbayerische Regierungsvizepräsident Ulrich Böger dort zwölf unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge aus Somalia und Afghanistan. Beim Sommerfest, mit dem die Regierung den vielen, ehrenamtlichen Helfern für ihr Engagement in der Unterkunft gedankt hat, konnten die jungen Hinzugezogenen sicher spüren, dass die Gemeinschaft an der Max-Proebstl-Straße funktioniert. Sie taten ihren Teil dazu und machten Musik. Orientalische Köstlichkeiten Die iranischen Frauen wiederum hatten schon am Tag zuvor gekocht und vorbereitet, was das Zeug hält und so bogen sich die im Pavillon vor den Baracken aufgestellten Tische unter der Last orientalischer Köstlichkeiten. Die Männer kümmerten sich um den Grill und noch ehe Ulrich Böger sein Grußwort gesprochen hatte, kitzelte der Duft gebratenen Fleischs die Nasen der Anwesenden. Grund zum Feiern Der Regierungspräsident erklärte, drei Anlässe gebe es zum Feiern: „Zum einen sollen die vielen Ehrenamtlichen gewürdigt werden, die sich große Verdienste um die Betreuung der Menschen hier erworben haben. Zum anderen soll es ein Begrüßungsfest für die unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlinge sein, die hier eingezogen sind. Und nicht zuletzt ist das Fest ein Dank an die Anwohner, die das alles hier so gut angenommen haben!“ Das sei nicht selbstverständlich, sagte Ulrich Böger und berichtete von einer Unterkunft in Oberbayern, wo die Bedingungen perfekt gepasst hätten, Nachbarn aber mit einer Petition gegen die Einrichtung vorgegangen seien. Lobenswertes Beispiel Ganz anders läuft das an der Max-Proebstl-Straße, wie Edgar Trost von der Eigenheimergemeinschaft Englschalking mit einem Statement an Ulrich Böger bekräftigte: „Wir spenden regelmäßig für Feiern oder Weihnachten. Es geht uns um gute Nachbarschaft mit den Menschen in dieser Unterkunft!“ Auch der Bogenhauser Bezirksausschuss, dessen Vorsitzende Angelika Pilz-Strasser (Grüne), Mitglied des Runden Tischs ist, kümmert sich seit langem um die Einrichtung. So waren außer Pilz-Strasser noch eine Reihe anderer BA-Mitglieder, die sich in der Unterkunft engagieren, zum Sommerfest gekommen. Großer Erfolg Der Regierungspräsident ließ dann auch keinen Zweifel daran, dass die Arbeit der Ehrenamtlichen nicht hoch genug geschätzt werden könne. „Sie haben wesentlich zur Integration der Bewohner beigetragen, es ist eine große Gemeinschaft, in der jeder versucht, zum Erfolg beizutragen!“ Die Ehrenamtlichen deckten ein breites Spektrum ab, kümmerten sich um Hausaufgabenbetreuung, eine wöchentliche Teestunde, organisierten Ausflüge, Sommerfeste und Integrationskurse. Sie sammelten Fahrradspenden ein, machten Beratung und unterstützten die Flüchtlinge bei Behördengängen. Hilfe auch in eigener Wohnung Ein Teil der iranischen Familien, die vor gut einem Jahr an die Max-Proebstl-Straße gekommen waren, konnte inzwischen eine Wohnung beziehen. Ulrich Böger betonte, dass auch diese Menschen noch Hilfe bräuchten, nämlich Paten, die sie außerhalb des Wohnheims betreuten. Nicht alle Familien allerdings haben eine Wohnung gefunden, denn im teuren München ist bezahlbarer Wohnraum für Ehepaare mit vielen Kindern knapp. So wird auch der kleine Daimon, der vor einem Jahr auf dem Arm von Innenminister Herrmann für die HALLO-Kamera posierte, wohl noch länger in der Max-Proebstl-Straße bleiben müssen. Seine Familie ist groß, passenden Wohnraum in München hat sie bisher nicht gefunden. Gabriele Mühlthaler

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