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Peter Klimesch schreibt ein Buch über den Wildfluss

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Das ist sein Lieblingsort an der Isar: Der Kiesstrand beim Kabelsteg.
Das ist sein Lieblingsort an der Isar: Der Kiesstrand beim Kabelsteg. © hki

Au: Sein Herz schlägt für die Isar.

Peter Klimesch liebt die Isar. Seit mehr als 40 Jahren angelt er in dem Stadtfluss, geht dort Baden, Spazieren und radelt am Ufer entlang. Kaum einer kennt den Fluss so gut wie der 77-Jährige, der ganz genau weiß, wo die besten Stellen zum Fischen sind oder zum Baden.

Nun hat der Isarfischer sein erstes eigenes Buch über den Wildfluss veröffentlicht: das „Münchner Isarbuch“. Vor Jahren hat Klimesch in Kooperation mit einem Verlag bereits ein Buch herausgegeben, die „Isarlust“. Jetzt hat er sein Herzensprojekt verwirklicht und ein eigenes Buch herausgegeben, das viel ausführlicher jede Uferseite, die Geschichte und Probleme thematisiert.

Einst war die Isar lebenswichtig für München und brachte den Handel zum Florieren: Auf Flößen wurde Holz aus dem Oberland nach München transportiert, die Stadt mit Tölzer Bier versorgt oder gar Kanonen nach Wien gebracht. Heute hat der Bergfluss freilich mehr Freizeitwert und bietet Lebensqualität. Ähnlich wichtig war übrigens der Auer Mühlbach, der heute eher unscheinbar durchs Viertel läuft: Um ihn herum siedelten sich Bürger an – so erst entstand die Au.

Mal plätschert die Isar wie ein zahmer Bachlauf durch die Stadt, dann rauscht sie wie ein reißender Bergfluss durch die City – das ist es, was Peter Klimesch so fasziniert. „Ständig wechselt die Isar ihr Gesicht und ihre Farbe – mal ist sie smaragdgrün, dann wieder grün-braun.“

Doch um das zu erhalten, warnt Klimesch, müsse man die Freizeitgestaltung an der Isar in den Griff kriegen. Einen Biergarten am Maxwerk etwa, wie Augustiner ihn plant, lehnt der Rentner kategorisch ab. „Das tut der Natur nicht gut“, steht für ihn fest. Auch ein Stadtbad, wie es etwa die Urbanauten forderten, hält der 77-Jährige für überflüssig. „Es gibt genügend Freibäder.“ Stattdessen, so fordert er, solle die Stadt die vielen Bachläufe wieder öffnen (s. unten). hki

Die Stadtbäche in München

Von den mehr als 100 Stadtbächen, die es einst in München gab, ist heute kaum noch etwas zu sehen: etliche wurden zugeschüttet oder überwölbt.

„Das sollte man wieder ändern“, findet Klimesch und nennt zum Beispiel den Glockenbach, den man längst wieder an mehr Stellen sichtbar machen könnte.

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