Petition gegen Fällung

Otkerstraße: Angst um alten Ahornbaum

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Dieter Hügenell hat schon mehr als 230 Unterstützer für seine Petition, um den Baum zu retten.

Untergiesing: Trotz massiver Proteste will die Verwaltung den Baum fällen.

Etwa 15 Meter ragt der Ahornbaum in die Luft, seit Jahrzehnten steht der Baum direkt vor dem Haus in der Otkerstraße 1. Jetzt soll er gefällt werden. Dem Bezirks­ausschuss Untergiesing-Harlaching liegt bereits ein Antrag aus der Verwaltung vor.

„Das darf doch nicht wahr sein“, ärgert sich Dieter Hügenell, der drei Häuser weiter wohnt. Er hatte eine Petition ins Leben gerufen, um den Baum zu erhalten – und mehr als 230 Unterstützer gefunden. Im vergangenen Jahr hatte sich die Mehrheit der Giesinger bei der Bürgerversammlung für den Erhalt ausgesprochen. Und nun liegt dem Bezirksausschuss ein Antrag vor, den Baum zu Fällen. „Die Verwaltung setzt sich über den Willen der Bürger hinweg“, schimpft Hügenell, dessen Frau und Sohn für die SPD im BA sitzen.

Hintergrund der Fällung ist: Die Unterführung, die ein unterirdisches Überqueren der vielbefahrenen Tegernseer Landstraße ermöglicht, soll barrierefrei werden. Dafür soll auf der Straßenseite gegenüber ein Aufzug gebaut werden, auf der Seite der Otkerstraße eine Rampe, die sehr flach wird und deswegen mehr Platz braucht, als die Treppe bislang. Die Kosten dafür werden auf 2,6 Millionen Euro geschätzt.

Nicht nur der Spitzahorn soll gefällt, die Eiche dahinter soll stark zugeschnitten werden. „Aber die Bäume schirmen uns vor den Abgasen der Tegernseer Landstraße ab“, sagt Hügenell. Was ihn besonders ärgert: „Es sind nicht nur Empfehlung von Bürgerversammlung und BA nicht ordnungsgemäß behandelt worden, jetzt ist die Frist, des BA-Antrags, der eine Fällung verhindern will, auch noch bis Juni 2018 verlängert worden.“ Bis dahin sei der Baum längst gefällt – der Umbau soll im Frühjahr beginnen. hki

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