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Neues Leichtathletik-Mekka nimmt Konturen an

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Sie haben ehrgeizige Ziele und legen die Latte der Erwartungen für die kommenden Jahre hoch – das „Top Team“ der LG Stadtwerke um die beiden hoffnungsvollsten Athleten Stabhochspringer Malte Mohr (3.v.l.) und 400-Meter-Sprinter Kamghe Gaba (5.v.l.). 	Foto: Harald Hettich
Sie haben ehrgeizige Ziele und legen die Latte der Erwartungen für die kommenden Jahre hoch – das „Top Team“ der LG Stadtwerke um die beiden hoffnungsvollsten Athleten Stabhochspringer Malte Mohr (3.v.l.) und 400-Meter-Sprinter Kamghe Gaba (5.v.l.). Foto: Harald Hettich

Der Name Kamghe Gaba steht sinnbildlich für die ehrgeizige leistungssportliche Entwicklung bei der LG Stadtwerke München: Der 26 Lenze junge Hüne mit der stolzen Körpergröße von 2,02 Metern ist als amtierender Deutscher Meister über die Stadionrunde nicht nur die derzeit größte bundesweite Hoffnung auf der 400-Meter-Strecke mit einer aktuellen Bestzeit von 45,47 Sekunden – der aktuell von der LG Frankfurt an die Isar gewechselte Modellathlet will künftig in Europas Spitzenklasse mitmischen und seinen Rekord derart verbessern, „dass irgendwann zwei Vieren vor dem Komma stehen.“

Der junge, neu verpflichtete Athlet mit immensem Ehrgeiz scheint in diesen Tagen bestens ins Portfolio der ambitionierten Stadtwerke-Leichtathleten zu passen. Denn Norman Feiler als Sprecher der Vereinsgemeinschaft lässt ähnlich hohe Ziele für das Gesamtkonstrukt verlauten: „München soll mittelfristig ein Hauptstandort der deutschen Leichtathletik werden!“ Junior Top Team 2012 Bei der LG Stadtwerke mit einer guten Mischung aus Spitzensport und Talenteförderung scheint man auf einem guten Weg in dieser Richtung zu sein. Jüngster Fingerzeig in diese Richtung ist auch das neue „Junior Top Team 2012“. Rund zwei Dutzend hoffnungsfrohe Talente und aus den acht Partnervereinen der LG – darunter auch die TS Jahn München im Osten der Landeshauptstadt – bilden hier die Basis, die Zukunftsstruktur und den Unterbau für die 20 Athleten im Top-Kader. Neu ist auch eine strategische Partnerschaft mit dem Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV). Deren Eckpunkte mit einer geplanten Konzentration auf Schwerpunktdisziplinen wie Lauf und Stabhochsprung sollen baldmöglichst festgezurrt werden. Damit dürfte München nicht nur zu einem der wichtigsten Bundesstützpunkte auf der deutschen Leichtathletik-Landkarte mutieren – man will auch bei den nationalen und internationalen Wettkämpfen der kommenden Jahre entscheidend mitmischen. „Ein Kamghe Gaba zum Beispiel hat meines Erachtens bei einer soliden Weiterentwicklung absolut die Chance, bei Olympia 2012 in London im Endlauf zu stehen“, legt Feiler die Messlatte hoch. Erfolge Dabei muss sich die LG Stadtwerke mit Blick auf die bisher erreichten Meriten ohnehin nicht verstecken. Ins Auge sticht dabei besonders die Sparte Stabhochsprung. Die Hoffnungen auf höchste Sprünge erfüllte bisher Malte Mohr – mit einer Jahresbestleistung von international höchst beachtenswerten 5,90 Metern, dem Vize-Hallenweltmeistertitel und tollen Auftritten bei der top besetzten Diamond-League. „Allerdings muss ich es noch schaffen, beim wichtigsten Saisonereignis keinen Aussetzer zu haben!“ Beim Pressegespräch direkt an der Trainingsstätte der Werner-von-Linde-Halle im Olympiapark gab sich das Großtalent mit Blick auf die verpatzte Europameisterschaft im letzten Jahr einsichtig. Bei den kontinentalen Titelkämpfen sprang ein weiterer LG-Stadtwerke-Athlet in die Bresche: Ingo Schulze belegte einen hervorragenden sechsten Rang. Ziel Olympia Auch die Sprinter können sich sehen lassen: Tobias Unger und Marius Bröning schafften es mit der 4x100-Meter-Staffel sogar, EM-Bronze einzufahren. Die Erfolgsgeschichte wollen die LG-Macher um Norman Feiler freilich noch ausbauen. „Neben Kamghe hoffe ich in London auf vier bis acht Stadtwerke-Athleten am Start“, blickt Feiler mit Hoffnung auf die nächsten Olympischen Spiele. Tim Lobinger Dann will erneut auch einer dabei sein, der schon vier Mal im Zeichen der fünf Ringe an den Start ging. „Ich will in London meine fünften Olympischen Spiele erleben“, so Stabhochsprung-Urgestein Tim Lobinger. Nach vielen Nackenschlägen in der Vergangenheit freilich sind vom einstigen Lautsprecher mit vollmundigen Medaillenankündigungen leisere Töne zu vernehmen. Nach „Unmöglich ist eine Teilnahme nicht“, stellt er mittlerweile das „Dabei sein“ in den Mittelpunkt seiner Bestrebungen. Denn auch die Qualifikation wird für Lobinger sicher nicht zum Selbstläufer. Mit Mohr und Co. ist ihm nicht nur im Top-Team vor der eigenen Haustüre immense Konkurrenz erwachsen. Harald Hettich

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