Bunte Bilder in die dunkelste Ecke

Münchner Unterführungen sollen bunt werden

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In die bisher graue Unterführung möchten Adrian Till und Co. Leben sprühen.

Der Kunstverein „Outer Circle“ aus Dachau will in Zukunft Münchner Unterführungen beleben. Die Reaktionen im Bezirksausschuss sind eher neutral.

Milbertshofen – Dunkel, kalt und meistens mit illegalem Grafitti besrpüht: Unterführungen sind keine Orte, an denen man sich wohlfühlt. Das möchte der Verein „Outer Circle“ ändern.

Lokale Künstler sollen ein lebendiges Stadtbild gestalten

Adrian Till erster Vorsitzender des Vereins „Outer Circle“.

Der erste Vorsitzende Adrian Till setzt sich für Kunst und Kultur im öffentlichen Raum ein und möchte durch Projekte mit lokalen Künstlern ein lebendiges Stadtbild gestalten.

Die neueste Idee betrifft fünf Unterführungen in der Umgebung des Rangierbahnhofes. Dort soll, mit der Unterstützung von professionellen Grafitti-Künstlern, auf grauem Beton eine bunte Bilderlandschaft entstehen. „Wir setzen uns für einen sensibleren Umgang mit Grafitti ein und wollen die Vorurteile gegenüber dem Thema auflösen“, erklärt Till.

Zwischen drei und zehn Leute können an einem Bild arbeiten, was für die Szene eher unüblich ist. So sollen qualitativ hochwertige Kunstwerke entstehen, die eine gewisse Langlebigkeit besitzen.

Hilfe vom Bezirksausschuss erhofft

Damit das Projekt umgesetzt werden kann, muss erst die Genehmigung bei der Deutschen Bahn eingeholt werden. Für einen Verein ist es schwieriger auf offene Ohren zu stoßen, weshalb die Organisatoren sich bei der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses Milbertshofen vorstellten.

Die Reaktionen waren neutral, doch Adrian Till bleibt optimistisch: „Wir wissen, dass wir uns engagieren müssen, wenn wir was erreichen wollen.“

Die Kosten für die Gestaltung einer Unterführung belaufen sich auf circa 10 000 Euro. Die Deutsche Bahn möchte sich nicht an der Finanzierung beteiligen, weshalb man auch hier auf die Unterstützung des Bezirksausschusses hofft.

Für „Outer Circle“ ist es nicht das erste Projekt dieser Art. In Dachau wurden schon mehrere Unterführungen und Hauswände mit Kunst versehen. Die Reaktionen der Anwohner waren durchweg positiv. Gleichzeitig engagiert der Verein sich in der Jugendarbeit und bietet Workshops an. Tim Pohl

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