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Ein Mittel: Schnee räumen auf Kunstrasen

IG Sport: Initiative kämpft um Hallenzeiten und Infrastruktur für kleine Vereine

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Michael Franke fordert eine maschinelle Räumung von Kunstrasenplätzen.

Trotz Sanierung werden die Vereine die Bezirkssportanlage an der Agilolfingerstraße nicht durchgängig nutzen können. Die Interessengemeinschaft Sport stellt deshalb Forderungen an die Stadt.

Untergiesing – An Schnee räumen denkt bei Temperaturen um die 33 Grad gerade niemand. Außer Michael Franke und sein Bündnis, die Interessensgemeinschaft (IG) Sport. Denn sie denken langfristig, Investitionen – 3000 Euro pro Räumschild – und Schulungen für die Platzwarte müssen jetzt angestoßen werden, damit sich bis zum Winter etwas tut. 

Die IG Sport will Perspektiven schaffen – gerade für die kleinen Vereine in München, die immer wieder um Hallenzeiten kämpfen müssen. Einen Lösungsansatz zeigt Franke an der Bezirkssportanlage an der Agilolfingerstraße. Die wird gerade saniert, Kunstrasen wird neu verlegt. Doch diese Spielflächen können Vereine nicht das ganze Jahr über nutzen.

Städtische Räumungsvorschrift soll gekippt werden

„Bezirkssportanlagen dürfen maschinell nicht geräumt werden“, beklagt Michael Franke. Diese seiner Meinung nach „willkürliche“ Vorschrift der Stadt München zu kippen, ist eines der Ziele der IG Sport, die rund 45 Münchner Sportvereine vertritt. Denn an den meisten Tagen im Winter könne man draußen sporteln und müsste das Training nicht in die sowieso schon umkämpften Hallen verlegen.

Bei der Vergabe der Hallenzeiten setzt das Bündnis seinen zweiten Schwerpunkt: „Viele Vereine halten an Hallenbelegungen fest, die sie nicht wirklich brauchen – aus Angst keine mehr zu bekommen.“ Die IG Sport fordert hier mehr Kontrollen, aber auch eine Garantie für Vereine, eine ähnliche Halle wieder zu erhalten, wenn der Bedarf da ist.

Viel ungenutztes Potential sehen Franke, der auch Vorsitzender der FT Gern ist, und sein Bündnis auch in der Vermarktung kommunaler Sportanlagen: „Hier müsste man mehr Geld akquirieren, das dann in den Sport fließen kann.“

Zusammenarbeit von Vereinen und Schulen gefordert 

Außerdem strebt die IG Sport eine Verzahnung von Schule und Verein an. „Es ist ein Trend, dass Kinder länger in der Schule sind, für den Vereinssport bleiben dann nur wenige Stunden am Abend“, bedauert Franke. „Deswegen muss man ein Konzept entwickeln, wie Vereine Sportunterricht in der Schule übernehmen können.“ 

So könne man Kinder für Bewegung und für Vereine begeistern. „Das muss sein, sonst bricht uns der Nachwuchs im Ehrenamt weg und dann gibt es keine Vereine mehr“, schlägt Franke Alarm.

Mehr Infrastrukturen für den Münchner Sport

„Viele kreative Wege“ müsse man gemeinsam finden, betont Franke. Dazu werde man sich im Herbst mit dem neuen Leiter des Sportamts zusammensetzen, stehe aber auch in Kontakt mit den Stadtratsfraktionen, dem Sportbeirat der Stadt und dem Bayerischen Landes-Sportverband (BLSV). „Uns geht es vor allem darum, den kleinen Vereinen Gehör zu verschaffen.“

Dazu gehört mehr Sport-Infrastruktur in München zu schaffen – vor allem auch im Schwimmbereich. „Die Stadt baut gerade Schulschwimmbecken, aber was nützt das, wenn die Kinder das Gelernte dann nicht umsetzen können“, fragt Franke. Es mangle an wettbewerbsfähigen Bahnen, aber auch an Freibädern. Und daran denkt gerade immerhin jeder.

Hanni Kinadeter & Maren Kowitz

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