Ade, Viertelcharakter!

Herbergshäusl: Kleinod in der Birkenau 8 abgerissen

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Das Herbergshäusl aus den 20er-Jahren wird abgerissen. Es stand nicht unter Denkmalschutz.

Innerhalb kürzester Zeit wurde das rund 100 Jahre alte Häuschen in Untergiesing dem Erdboden gleich gemacht. Kann das legal sein? Hallo hat sich bei Anwohnern und dem Planungsreferat umgehört...

Untergiesing – Ganz schnell ist es gegangen – binnen weniger Stunden wurde das Herbergshäusl aus den 20er-Jahren in der Birkenau 8 platt gemacht, berichten Anwohner. „Schade“, sind sie sich einig – war es doch eines der letzten Häuschen, die den Charakter der Straße prägen. Stattdessen entsteht hier ein Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage. 

„Da wird sicher die Häuserzeile geschlossen“, vermutet ein Insider, der nicht mit Namen genannt werden will – er erwartet einen mehrgeschossigen Bau. Demnach hat eine alte Dame darin gelebt; nach deren Tod hat ein Angehöriger das Anwesen an einen Bauträger verkauft, der jetzt ein Haus für mehrere Parteien errichtet. 

Details des Neubaus gibt das Planungsreferat nicht bekannt. Eine Genehmigung für den Bau liegt bereits vor, heißt es auf Hallo-Anfrage, der Abriss sei also legal. „Das Gebäude ist kein Einzeldenkmal und liegt nicht im Ensemblebereich“, sagt Sprecher Ingo Trömer. 

Für den Giesinger Mietaktivisten Maximilian Heisler vom „Bündnis bezahlbarer Wohnraum“ trotzdem ein Ärgernis. „Jetzt entsteht sicher überteuerter Wohnraum“, sagt er.

Hanni Kinadeter

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