Es wird eng

Kommt neues Parklizenzgebiet „Siebenbrunn“ in Untergiesing-Harlaching?

In der Berg-Isel-Straße perken die Fahrzeuge dicht an dicht auf dem Gehweg.
+
In der Berg-Isel-Straße perken die Fahrzeuge dicht an dicht auf dem Gehweg.
  • VonKatrin Hildebrand
    schließen

Seit dem Lizenzgebiet „Wettersteinplatz“ sind die Parkplätze in den Arealen daneben noch knapper geworden. Deswegen möchte der BA nun ein neues Parklizenzgebiet beantragen.

Untergiesing-Harlaching - Zwischen Candidberg und der Verbindung Grödner-/Kurzstraße ist alles geregelt. Seit Herbst 2020 existiert dort das Parklizenzgebiet „Wettersteinplatz“.

In einigen Abschnitten gibt es Mischparkzonen, in anderen dürfen tagsüber nur Anwohner mit Parkausweis ihre Autos abstellen. Das Problem ist jedoch: Seit Bestehen des neuen Lizenzgebiets ist der Parkdruck südlich und östlich davon gestiegen.

Daher will der BA Untergiesing-Harlaching in der Sitzung am Dienstag, 20. Juli, auch für angrenzende Areale ein Lizenzgebiet beantragen. Gewünschter Name: „Siebenbrunn“.

„Am Rand des Gebiets ,Wettersteinplatz‘ gibt es nun eine erhebliche Mehrbelastung“, erklärt Norbert Weigler (Grüne), UA-Vorsitzender Mobilität. „Dort stehen sehr viele LKW und Wohnmobile.“ Etwa am Randstreifen auf Höhe des Sechzger-Geländes.

Doch nicht nur die: „Viele Pendler, die bisher im Bereich um den Wettersteinplatz parkten, suchen jetzt ihren täglichen Parkplatz südlich der Grödner Straße“, heißt es in dem interfraktionellen Antrag, der Hallo vorliegt. Von dort aus, so schätzen die Verfasser, gehen die Pendler zum U-Bahn-Halt oder nehmen die Tram.

UA-Vorsitzender Mobilität: Norbert Weigler (Grüne)

Ginge es nach dem BA, würde das Lizenzgebiet „Siebenbrunn“ das Areal Kurz- und Grödnerstraße im Norden, Harlachinger Straße im Westen, Karolingerallee, Klobensteiner und Bozener Straße im Süden sowie Säbener Straße im Osten umfassen. Letztlich aber entscheidet die Stadt, ob und wie das Gebiet realisiert wird.

„Um gesicherte Aussagen treffen zu können, benötigen wir die Daten der vorbereitenden Untersuchung“, sagte Christine Warta vom Mobilitätsreferat (MOR) auf Hallo-Anfrage. Das MOR könne damit frühestens 2022 beginnen.

Vom Parkdruck betroffen sind auch viele kleine Straßen. „Dort gibt es eine Überbelastung durch Gehwegparker“, so Weigler. Das führe teils dazu, dass Rollstuhlfahrer oder Kinderwagen am Gehweg kaum mehr an den Autos vorbeikämen.

Mitglieder des FC-Bayern sollen nicht auf Säbener Straße parken

Dieses Problem taucht unter anderem an der Berg-Isel-Straße auf. Ein anderes Problem liegt laut Weigler in der Brennerpassstraße vor. Dort komme zum Teil die Müllabfuhr nicht mehr durch. Vertreter des MOR hätten ihm nun bei einem Ortstermin versichert, dort ein temporäres Halteverbot einzurichten, damit die Mülllaster wieder passieren könnten.

Auch die Lage am FC-Bayern-Gelände besorgt den BA. „Die Mitarbeiter des Vereins sollten dafür sensibilisiert werden, ihre Fahrzeuge nicht auf der Säbener Straße abzustellen, sondern auf den FCB-Parkflächen“, sagt SPD-Fraktionssprecher Michael Sporrer.

So hätten die Anwohner mehr Platz. Er hofft, dass „Siebenbrunn“ mit dem bereits angedachten Lizenzgebiet „Mangfallplatz“ kommt. Das wäre frühestens 2023.

Auch interessant:

Meistgelesen

Filialsterben in München geht weiter: Nächste Postbank macht dicht
München Südost
Filialsterben in München geht weiter: Nächste Postbank macht dicht
Filialsterben in München geht weiter: Nächste Postbank macht dicht
Starke Frauen an Münchner Wänden: „Hands off the Wall“-Festival im Werksviertel
München Südost
Starke Frauen an Münchner Wänden: „Hands off the Wall“-Festival im Werksviertel
Starke Frauen an Münchner Wänden: „Hands off the Wall“-Festival im Werksviertel
Zapfenstreich für Musikerin
München Südost
Zapfenstreich für Musikerin
Zapfenstreich für Musikerin
Flyabout in Australien
München Südost
Flyabout in Australien
Flyabout in Australien

Kommentare