Zwei Jahre Wartezeit

Von Giesing bald auf die Theresienwiese?

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Die Brauerei in Giesing ist fleißig am werkeln. Bald auch mit Münchner Wasser.

Das Giesinger Bräu darf einen Tiefbrunnen in München bohren und kann dann endlich mit Münchner Wasser brauen. Was das dann für Auswirkungen für die Zukunft hat...

Giesing – Es hat gerade einmal 2 Jahre gedauert aber jetzt ist es amtlich. Das Giesinger Bräu hat die Genehmigung des Referats für Gesundheit und Umwelt der Stadt München bekommen und darf nun einen Tiefbrunnen (150m tief) zum Tertiär-Wasserspiegel in die Münchner Schotterebene bohren. 

Das Referat erklärte außerdem, wann die Brauerei den Brunnen baut, bleibe ihr überlassen und die Giesinger fackeln nicht lange. Bohrbeginn ist am 12.September.

Genehmigt worden sei eine Fördermenge von 30 Millionen Liter Wasser pro Jahr.

Bislang verwendet Giesinger Bräu nach Angaben einer Sprecherin Leitungswasser, das nicht in München, sondern im Mangfalltal entnommen wird.

Mit dem neuen Brunnen und einem Sudhaus im Münchner Stadtgebiet ist die relativ neue Brauerei auf dem Weg zu den sogenannten „Münchner Bieren“ zu gehören.

Seit 1998 ist „Münchner Bier“ eine eingetragene Marke und eine geschützte geographische Angabe, ähnlich wie Champagner oder Prosecco.

Die regionale Herkunft aus Münchner Braustätten gehört ebenso wie die Einhaltung des Reinheitsgebots, also mit Münchner Wasser gebraut, zu den Grundvoraussetzungen, um ein „Münchner Bier“ zu sein.

Der Verein der Münchener Brauereien e.V. ist 1889 der Zusammenschluss der sechs großen Münchner Brauereien: Augustiner, Hacker-Pschorr, Hofbräu, Löwenbräu, Paulaner und Spaten. Seit über hundert Jahren gab es keinen Neueintritt einer anderen Brauerei mehr. 

Der Verein bündelt und vertritt gemeinsame Interessen, die sich aus den Begriffen „Münchner Bier“ und „Oktoberfestbier“ ergeben. Denn nur die „Münchner Biere“ dürfen auf der Wiesn ausgeschenkt werden.

Bis dahin ist es für das Giesinger Bräu noch ein langer Weg. Es ist noch nicht absehbar, ob sie überhaupt in den Verein aufgenommen werden und damit die Berechtigung bekommen auf dem Oktoberfest auszuschenken. 

Außerdem sind im Moment die Kapazitäten der Brauerei noch zu klein um genug Bier für die Wiesn zu brauen. Das Bier würde schlicht nicht ausreichen.

Quelle: nachrichten-muenchen/dpa/Giesinger Bräu/Verein Münchner Brauereien e.V./jh

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