Betrugsfälle häufen sich

Falsche Polizisten – erst am Telefon und dann vor der Haustür

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Betrüger, die sich als Polizisten ausgeben, machen weder am Telefon noch vor der Haustür Halt.

Betrüger geben sich am Telefon als Polizisten aus und kundschaften die Opfer aus. Dann kommen falsche Beamte zu ihnen nach Hause und holen Wertsachen und Geld ab...

München - In den letzten Tagen kam es zu Bertugsfällen, bei denen Rentner das Ziel waren. 

Die Senioren werden zu erst von "Polizeibeamten" am Telefon angerufen um ihre Vermögenswerte auszukundschaften. Daraufhin besuchte ein weiterer Betrüger die Opfer vor Ort und nimmt die Wertgegenstände entgegen. 

Auch die letzten zwei Fälle waren besonders dreist:

Fall 1

Am Mittwoch, 16.10.2019, gegen 15:10 Uhr, wurde eine über 80-jährige Münchnerin von einer weiblichen Person auf ihrem Festnetztelefon angerufen. 

Die Person gab sich gegenüber der Rentnerin als Kriminalbeamtin aus und berichtete, dass in dem Wohnumfeld der Seniorin Einbrüche stattgefunden hätten. Weiterhin teilte sie der Seniorin mit, dass ein ehemaliger Mieter aus dem Wohnanwesen als Einbrecher festgenommen worden sei. 

Die folgende Nachfrage nach Wertsachen, konnte die Rentnerin ebenfalls bejahen. Daraufhin wurde das Gespräch an eine gewissen „Herrn Lehmann“ übergeben, der die Rentnerin für mehrere Stunden in der Leitung hielt und ihr mitteilte, dass ein Polizeibeamter zu ihr kommen würde, um Schmuck zu fotografieren. 

Die Seniorin ließ gegen 17.30 Uhr den falschen Polizeibeamten in ihre Wohnung, zeigte ihm ihren Schmuck und einen hohen Bargeldbetrag. Beides steckte der falsche Polizeibeamte ein, um die Sachen in seinem Auto fotografieren zu können. Er wollte alle Wertsachen gegen 20:00 Uhr wieder zurückbringen, was nicht geschah. 

Der Beuteschaden beträgt zusammen mehrere Zehntausend Euro. Als sich am Abend niemand meldete, verständigte die Rentnerin die Polizei, die sie über den Betrug abschließend aufklärte. 

Die Dame konnte den Abholer wie folgt beschreiben

Männlich, etwa 30 Jahre alt, ca. 175 cm groß, kurze, dunkle Haare; bekleidet mit dunkler Jacke und dunkler Hose 

Zeugenaufruf

Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich Traubinger Straße/Kistlerhofstraße und Leutstettener Straße (Obersendling) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten? Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kriminalfachdezernat 3 AG Phänomene, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. 

Fall 2

Am Mittwoch, 16.10.2019, 21:00 Uhr, bis Donnerstag, 17.10.2019, gegen 01:00 Uhr, wurde ein über 70-jähriger Münchner von einem falschen Polizeibeamten auf seinem Festnetztelefon angerufen. 

Ihm wurde ein ähnlicher Sachverhalt wie im ersten Fall mitgeteilt. 

Der Senior gab bereitwillig Auskunft über seine Vermögensverhältnisse. Der falsche Polizeibeamte hielt den Rentner bis weit nach Mitternacht am Telefon und teilte ihm mit, dass ein Polizeibeamter alsbald bei ihm zu Hause vorbeikommen würde, um seine Wertgegenstände zu überprüfen. Als dieser tatsächlich erschien, übergab der Senior diverse Schmuckgegenstände, als auch Bargeld. 

Der Gesamtschaden beläuft sich auf mehrere Zehntausend Euro. 

Der Rentner konnte den Abholer wie folgt beschreiben 

Männlich, ca. 30-35 Jahre alt, 175 cm groß, dunkle, glatte Haare; bekleidet mit einer hellen, olivfarbenen Übergangsjacke. 

Zeugenaufruf 

Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich Traunsteiner Straße/Weißenseestraße und Bacherstraße (Obergiesing) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten? Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kriminalfachdezernat 3 AG Phänomene Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. 

Vorsicht vor Betrügern

Falsche Polizei- oder Kriminalbeamte verwenden fast immer den Trick, es wäre in der Nachbarschaft eingebrochen worden und sie müssten in der Wohnung Geld- bzw. Schmuckaufbewahrungsörtlichkeiten sehen. 

Vergewissern Sie sich im Zweifelsfall durch einen Rückruf beim Polizeinotruf 110, ob es sich tatsächlich um einen Polizeibeamten handelt, noch bevor Sie einen Unbekannten in Ihre Wohnung einlassen!

Quelle: Polizeipräsidium München/jh

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