Hier wird es grün

Welfengärten: Architektin will Schutzbegrünung für Tiere, Pflanzen und Mensch schaffen

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Rund um den Carl-Amery-Platz wird es künftig grün.

Wein an Lärmschutzwand sowie Stauden am Spitz an Reger- und Welfenstraße. Das sind nur einige der grünen Elemente aus Günther Vogts Vision für die Welfengärten. So soll das Projekt umgesetzt werden.

Au – Schon im Herbst soll hier alles fertig sein, „letzte Pflanzungen kommen spätestens im Frühjahr 2020 dazu“, sagt Professor Regina Keller. Die Münchner Landschaftsarchitektin ist verantwortlich für die Begrünung der Fläche entlang der Bahnlinie an der Welfenstraße. 

Naturschutz für Tiere, Pflanzen und Mensch: Landschaftsarchitektin Prof. Regina Keller begrünt das Areal zwischen Reger- und Welfenstraße und die Lärmschutzwand zur Bahnlinie.

Der gestalterische Entwurf vom Schweizer Kollegen Günther Vogt wird von ihr ausgeführt: „Hier sollen sich alle wohlfühlen, von der Echse bis zum Fußgänger.“ Dem Bezirksausschuss Au-Haidhausen stellte Keller jetzt konkrete Pläne vor.

Die Lärmschutzwand, die direkt neben dem zukünftigen, fünf Meter breiten und in beide Richtungen befahrbaren Radweg entlang der Bahnlinie hochgezogen wird, zieren schon bald fünffingriger und echter Wein sowie Naturgehölze. Den Sichtbeton zur Bahntrasse durchbrechen Glaselemente, „mit weiß-schwarzer Aufdampfung, dass Vögel sie nicht anfliegen“.

Landschaftsarchitektin Prof. Regina Keller.

Zum Wohnbau hin bieten die Welfengärten Stauden, Büsche, Erd- und Kieswälle einen Lebensraum für Tiere wie Igel, Echsen, Bienen und verschiedene Insektenarten. „Die Bepflanzung, Durchlässigkeit für Tiere und mäandrierende Form der Wälle ist mit dem Bund Naturschutz beschlossen“, erklärt Architektin Keller.

Allerdings müssen fünf Bäume gefällt werden – wegen der Zufahrt für die Feuerwehr im Sinne der Brandschutzverordnung und weil eine größere Abbiegespur geplant ist. Diese sollen aber durch neue ersetzt werden: „Aber was man an Grün halten kann, sollte man halten“, verspricht die Expertin dem Bezirksausschuss.

Bleibt noch der grüne Übergang vor dem Wohnbaukomplex: am Carl-Amery-Platz, wo auch eine neue Trambahnhaltestelle der Linie 25 entstehen soll, und am Tassiloplatz. „Der Spitz Richtung Carl Amery bekommt mehr Bäume und dem Tassiloplatz bleibt die Gabionenwand.“ Die Übergabe der neuen Grünareals wird öffentlich stattfinden. Wann genau, gibt die Bayerische Hausbau noch bekannt.

Marie-Julie Hlawica

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