Auerdult

Letzte Runde im Russenrad?

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Edith Simon und Herbert Koppenhöfer, die Betreiber der "Russenschaukel".

Das Fahrgeschäft ist seit 94 Jahren auf Volksfesten und der Dult – wegen neuer TÜV-Vorschriften wohl künftig nicht mehr...

Au – Wie viele Volksfestbesucher schon in dem kleinen Riesenrad mit den gelb, grün und rot getünchten Schaukeln mitgefahren sind, darüber kann man nur spekulieren. 

Es war im Juni 1925, als Josef Esterl das Russenrad erstmals in Betrieb genommen hatte. Heute betreiben seine Enkel, Edith Simon und Herbert Koppenhöfer, das Fahrgeschäft. Inzwischen wurde die „Russische Schaukel“, wie das Russenrad ursprünglich hieß, zu einer Institution auf Wiesn und Dult. 

Doch wer sicher noch einmal eine Runde drehen möchte, sollte dies auf der nächsten Kirchweihdult tun. Denn die nächste TÜV-Prüfung wird das Traditionsgeschäft ohne massive Umbaumaßnahmen nicht passieren. „Es gibt neue Sicherheitsvorschriften von der EU“, sagt Edith Simon. „Gerade wird noch geprüft, ob es weiter fahren kann.“ 

Im Sommer hatte Münchens Referent für Arbeit und Wirtschaft, Clemens Baumgärtner versprochen, sich dafür einzusetzen, dass das Traditionsgeschäft fortbestehen kann. 

Für eine Stellungnahme, ob seine Bemühungen von Erfolg gekrönt sind, war er nicht zu erreichen. Fest steht für die Betreiber nur: „Wir haben so viele treue Stammkunden, die sehr traurig wären“, sagt Simon. „Und für uns wäre es natürlich auch eine traurige Angelegenheit – wir führen das Riesenrad schon in dritter Generation.“ 

Hanni Kinadeter

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