Resi soll uns helfen

Zeichen zum Schutz aller Mieter: Künstler erschafft neue Schutzpatronin für München

Philippe Moinet mit einem Modell der Figur an deren späterem Standort.
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Philippe Moinet mit einem Modell der Figur an deren späterem Standort.
  • vonKatrin Hildebrand
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München soll schon bald eine neue Stadtgöttin bekommen. Eine Aktionsgruppe will mit einer Statue ein Zeichen gegen Gentrifizierung setzen.

Untergiesing - Es geht um Wohnungsverlust, Luxussanierung, Zerstörung gewachsener Viertel. Es geht aber auch um eine lebenswerte Stadt. Dafür und zum Schutz aller Mieter soll Resi Stenzia stehen.

Die Aktionsgruppe Untergiesing hat sich die Idee einer Göttin gegen Gentrifizierung aus Lateinamerika abgeguckt. „In München können wir so eine Patronin gut gebrauchen und der Bavaria zur Seite stellen“, sagt Maria von Mücke von der Aktionsgruppe.

Der Künstler Philippe Moinet, mit dem von Mücke die Holzbildhauerschule besuchte, hat schon einen Gipsentwurf für Resi Stenzia angefertigt. Die eigentliche Figur soll in Bronze gegossen werden.

„Erst sollte sie aus Beton sein“, sagt Moinet, „aber Beton finde ich kalt.“ Die finale Fassung der Resi wird auf einer Abrissbirne stehen, einen Baum und Häuser in ihren Händen und, wie jede ordentliche Stadtgöttin, eine Mauerkrone auf dem Kopf tragen. Die Figur wird 80 Zentimeter hoch, mit Säule und Sockel aber ist sie überlebensgroß.

Das Projekt kostet etwa 16 000 Euro, einen Großteil davon übernimmt der BA. Resi Stenzia soll, sobald sie im Sommer fertig ist, in einer Prozession zu ihrem Platz getragen werden – in den Park südöstlich der Wittelsbacherbrücke.

hil

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